Scheidender Ifo-Präsident gegen Abschaffung des 500-Euro-Scheins

Berlin/Frankfurt - An seinem letzten Tag im Amt hat der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, noch einmal ausgeteilt. Er sei gegen eine Abschaffung der 500-Euro-Scheine, gegen eine Obergrenze für Barzahlungen und gegen Negativzinsen, erklärte er am Donnerstag. Einer Ifo-Umfrage zufolge ist eine Mehrheit der deutschen Wirtschaftswissenschaftler gegen eine Abschaffung der 500-Euro-Note.

"Die Europäische Zentralbank (EZB) will den Banken die Möglichkeit nehmen, Bargeld zu horten, um sie zu zwingen, negative Einlagenzinsen zu zahlen", erklärte Sinn. Gelinge das, dann "werden Sparer vermutlich auch auf ihre Einlagen irgendwann Strafzinsen zahlen".

Die Abschaffung der 500-Euro-Scheine ermögliche es der EZB, die Strafzinsen zu erhöhen, weil es für die Banken teurer sei, viele 200-Euro-Scheine zu horten. "Wenn dadurch das gesamte Zinsspektrum entsprechend nach unten rutscht, verliert Deutschland jährlich weitere 8 Mrd. Euro Einnahmen", erklärte Sinn.

Laut Ifo-Umfrage sagten mehr als die Hälfte (54 Prozent) von 185 Professoren, Barzahlungen sollten nicht eingeschränkt werden. 44 Prozent befürworteten demnach eine Obergrenze. Nur zwei Prozent sprachen sich für eine Abschaffung des Bargelds aus. In ihren Kommentaren äußerten viele Professoren laut Ifo den Verdacht, dass mit Einschränkungen für Bargeld die Kontrolle des Staates auch über rechtstreue Bürger ausgeweitet werde. Es drohe "Machtmissbrauch".

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

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Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

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Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

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Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch