Schäuble lehnt Schuldenerlass für Griechenland ab

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble lehnt einen vom griechischen Oppositionsführer Alexis Tsipras geforderten Schuldenerlass für das hoch verschuldet Land ab. "Diese Frage stellt sich nicht", sagte der CDU-Politiker in einem am Freitag vorab verbreiteten "Spiegel"-Interview. Das Land habe große Fortschritte gemacht. Die Wirtschaft wachse schneller als in vielen anderen Euro-Staaten. "Griechenland hat mit seinen Schulden derzeit kein Problem", sagte Schäuble dem Magazin.

Die Griechen wählen am 25. Januar ein neues Parlament. In den Wahlumfragen liegt die linke Partei Syriza unter Tsipras' Führung derzeit vorn. Syriza will das Land in der Euro-Zone halten, lehnt die Reformauflagen aber ab, die das Land mit seinen Euro-Partnern, dem IWF und der EZB im Gegenzug für Finanzhilfen von rund 240 Milliarden Euro vereinbart hat. Außerdem fordert er einen weitgehenden Schuldenerlass, um die drückende Schuldenlast von über 170 Prozent des griechischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) zu verringern.

Schäuble sagte dem "Spiegel", auch die nächste Regierung in Athen müsse den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen und sich an die Vereinbarungen halten. "All das ist schließlich im Interesse der Griechen. Sie tun es ja nicht für uns, sondern für sich selbst", sagte Schäuble. Die Politiker in Griechenland müssten darauf achten, dass sie nicht vor der Wahl mehr versprechen, als sie hinterher halten könnten, mahnte der Finanzminister.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro