Schäuble gegen rasche Einführung gemeinsamer Einlagensicherung

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat vor einer raschen Einführung einer gemeinsamen Einlagensicherung für Bankkunden in Europa gewarnt. Es wäre "völlig falsch, jetzt den nächsten Schritt mit der Vergemeinschaftung der Einlagensicherung zu machen", sagte der CDU-Politiker am Dienstag auf einer Veranstaltung in Frankfurt.

Bevor die Haftung weiter vergemeinschaftet werde, müssten zunächst die Risiken verringert werden. "Das heißt, wir müssen den Prozess beginnen, Staatsanleihen auch mit Risiko zu gewichten." Bisher gelten solche Papiere als risikofrei - Banken müssen für sie kein Kapital hinterlegen. Nach den Erfahrungen aus der Euro-Schuldenkrise wird dies aber zunehmend kritisch gesehen.
Schäuble sprach sich außerdem dafür aus, bei der Regulierung der Banken kleinere Institute nicht zu überfordern. Die Einsicht in Europa wachse, dass nicht alle Banken gleich reguliert werden müssten. Kleinere Institute sollten nicht mit der vollen Regulierungslast überzogen werden.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma