Schaeffler will Dienstleistungen bündeln - 375 Jobs in Bayern bedroht

Herzogenaurach (APA/dpa/lby) - Wegen der geplanten Zusammenlegung zahlreicher Service-Abteilungen stehen beim bayerischen Autozulieferer Schaeffler womöglich bis zu 375 Stellen auf der Kippe. Betroffen seien neben Arbeitsplätzen in der Konzernzentrale in Herzogenaurach auch Jobs am Standort Schweinfurt, sagte ein Firmensprecher am Dienstag.

Er betonte, es handle sich nicht um einen Stellenabbau. Das Unternehmen gehe aber davon aus, dass nicht alle Betroffenen ausreichend flexibel seien, um an den künftigen Standort umzuziehen.

Nach einem Vorstandsbeschluss vom November sollen sämtliche, europaweit verteilte Service-Abteilungen bis 2022 in einem Dienstleistungszentrum mit bis zu 900 Arbeitsplätzen gebündelt werden, sagte der Sprecher. Über die Entscheidung hatten zunächst die "Nürnberger Nachrichten" (Dienstag) berichtet. Betroffene sollen alternative Jobangebote im Unternehmen erhalten, für andere Mitarbeiter bemühe man sich um sozialverträgliche Lösungen.

Unklar ist dem Firmensprecher zufolge, wo die künftige Dienstleistungszentrale künftig angesiedelt werden solle. Die Prüfung verschiedener möglicher Standorte in Europa sei noch nicht abgeschlossen. Auf die Frage, ob dabei auch Standorte in Deutschland eine Chance hätten, sagte der Sprecher: "Da muss man auf die Lohn- und Gehaltssituation in Deutschland schauen - da ist Deutschland nicht der beste Standort." Einen Medienbericht, wonach eine Verlagerung nach Polen geplant sei, wollte der Sprecher nicht bestätigen.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden