Schaeffler versüßt Aktionären Konzernumbau mit höherer Dividende

Herzogenaurach (APA/dpa) - Der deutsche Auto- und Industriezulieferer Schaeffler will die Aktionäre inmitten eines teuren Konzernumbaus mit einer höheren Dividende bei der Stange halten. Vorstandschef Klaus Rosenfeld verteidigte bei der Vorlage des Geschäftsberichts am Mittwoch in München die Neuaufstellung, mit der er den Konzern für den Wandel in der Autoindustrie rüsten will.

Der Fokus auf E-Mobilität mit der Einführung eines neuen Geschäftsbereichs wird allerdings - wie bereits bekannt - im laufenden Jahr nochmals auf die Profitabilität des Unternehmens drücken.

Schaeffler erhöht seine Ausschüttung um 5 Cent: Die Halter der im MDax gelisteten Vorzugsaktien sollen für das vergangene Jahr 55 Cent je Anteilsschein bekommen. Für die stimmberechtigten Stammaktien, die vollständig im Besitz der Familie Schaeffler sind, sollen 54 Cent gezahlt werden.

Schaeffler forciert derzeit seinen Konzernumbau. Zum Jahreswechsel hat sich das Unternehmen eine neue Organisationsstruktur gegeben und stellt sein Geschäft nun auf drei Säulen. Neben dem Industriebereich gibt es nun zwei eigenständige Sparten für das Erst- und das Servicegeschäft mit der Autoindustrie. Für den neu gegründeten Bereich E-Mobilität hat sich das Unternehmen Expertise von außen geholt: Von Valeo Siemens eAutomotive - einem Joint Venture der beiden Großkonzerne - kommend, übernimmt Jochen Schröder Anfang April das Ruder.

Wie teuer der Umbau den Konzern im laufenden Jahr zu stehen kommt, hat Schaeffler bis jetzt offen gelassen. Wohl aber verdeutlichte Rosenfeld, dass die Profitabilität zunächst heuer leiden wird, bis sie 2020 wieder auf frühere Höhen steigen soll.

Im vergangenen Jahr hatte Schaeffler seinen Umsatz währungsbereinigt um rund 6 Prozent auf 14 Mrd. Euro gesteigert. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) rutschte wegen des Umbaus und einer zeitweisen Schwäche im Autogeschäft um rund 7 Prozent auf knapp 1,6 Mrd. Euro ab. Weil das Finanzergebnis besser ausfiel, verdiente der Konzern unter dem Strich so viel wie noch nie zuvor: Das Konzernergebnis kletterte um 14 Prozent auf 980 Mio. Euro.

Rom/Amsterdam (APA) - Nach seiner überraschenden Ernennung zum neuen Chef des Autobauers Fiat Chrysler (FCA) macht sich der britische Manager Mike Manley nun in Turin an die Arbeit. Am Montag leitete er ein erstes Treffen des Group Executive Council, dem Gremium aus den Chefs der verschiedenen Gruppenbereiche, berichteten italienische Medien.
 

Newsticker

Neuer Fiat Chrysler-Chef Manley macht sich in Turin an die Arbeit

Palo Alto (Kalifornien) (APA/AFP) - Der US-Elektroautobauer Tesla fordert laut einem Bericht des "Wall Street Journal" Geld von Zulieferern zurück. Tesla habe vergangene Woche an einige seine Zulieferer eine entsprechende Aufforderung geschickt, berichtete die Zeitung am Montag unter Berufung auf das Schreiben.
 

Newsticker

Tesla fordert Geld von Zulieferern zurück

Linz (APA) - Der Zivilprozess gegen die Frau und die Kinder des Drogeriemarktgründers Anton Schlecker am Landesgericht Linz ist mit einem Vergleich in Millionenhöhe beendet worden. Der Masseverwalter der österreichischen Schlecker-Nachfolgerkette dayli, Rudolf Mitterlehner, bestätigte der APA am Montag einen entsprechenden Bericht der "Bild am Sonntag". Über den Betrag wurde Stillschweigen vereinbart.
 

Newsticker

Vergleich in Millionenhöhe im Schlecker-Prozess in Linz