Schaeffler erzielte 2017 weniger Gewinn

Frankfurt (APA/Reuters/dpa) - Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler hat im vergangenen Jahr trotz höherer Umsätze weniger verdient. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) ging um 6,8 Prozent auf 1,58 Mrd. Euro zurück, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Die Umsatzrendite (Ebit-Marge) sei daher auf 11,3 Prozent von 12,7 Prozent gefallen.

Als Grund nannte Schaeffler eine schwache Entwicklung in der Autosparte im zweiten Quartal. Damals hat das Unternehmen die Prognose für ihre Umsatzrendite zurückgeschraubt auf 11 bis 12 Prozent von 12 bis 13 Prozent und dies vor allem auf einen anhaltenden Preisdruck in der Autobranche geschoben. Außerdem gab es laut Schaeffler Engpässe bei der Belieferung der Händler mit Ersatzteilen. 2018 werde die Umsatzrendite voraussichtlich weiter zurückgehen auf 10,5 bis 11,5 Prozent.

Anleger reagierten verschreckt. Die Aktien sackten um elf Prozent auf 14,26 Euro ab und waren mit Abstand größter Verlierer im Nebenwerteindex MDax. "Investoren sind vor allem enttäuscht über die schwächere Ebit-Marge", sagte ein Händler. "Das hat viele auf dem falschen Fuß erwischt."

Der Umsatz des Konzerns legte im vergangenen Jahr um 5,9 Prozent auf 14 Mrd. Euro zu. Die Industriesparte sei stärker gewachsen als die Automobilsparte. Für 2018 rechnet das Unternehmen, das Großaktionär bei dem im Dax notierten Autozulieferer Continental ist, mit einem Umsatzplus von 5 bis 6 Prozent. Der Umsatz würde damit auf 14,7 bis 14,85 Mrd. Euro steigen, geht aus den vorläufigen Zahlen der Schaeffler AG hervor. Die Gewinnerwartungen (nach Sondereffekten) für 2018 liegen zwischen 1,55 und 1,7 Mrd. Euro. Die endgültigen Zahlen will der Wälzlagerhersteller am 7. März veröffentlichen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker