Saudischer Ölminister erwartet langsam steigende Nachfrage

Berlin/Riad - Saudi-Arabien will seine Ölförderung weiterhin nicht drosseln, erwartet aber eine langsame Erholung der Nachfrage. Ölminister Ali Al-Naimi wies am Mittwoch bei einer Energie-Tagung in Berlin Forderungen zurück, Riad solle wegen des Überangebots an den Weltmärkten seine Fördermengen reduzieren, um den Verfall des Ölpreises aufzuhalten.

"Es ist nicht unsere Aufgabe, Produzenten mit höheren Kosten zu subventionieren und ihnen höhere Marktanteile zu überlassen", sagte Al-Naimi. Er gehe davon aus, dass die Preise sich wieder stabilisierten: "Ich sehe einen langsamen Anstieg der Nachfrage." Die Saudis sind dank großer Öl- und Währungsreserven sowie günstiger Förderkosten in der komfortablen Lage, die historisch niedrigen Ölpreise längere Zeit auszusitzen: "Das ist auch ein Pfund, mit dem wir wuchern werden", sagte der Minister. Spekulationen, es gebe eine Verschwörung, um andere Förderländer wie Iran, Russland oder die USA mit ihrer Schiefergasindustrie gezielt zu schwächen, seien "boshaft und unfair".

Zwischen dem vergangenen Sommer und dem Jahresbeginn waren die Preise für Rohöl um mehr als die Hälfte eingebrochen. Zuletzt erholten sie sich wieder etwas, von einer Trendwende wollen viele Marktbeobachter aber noch nicht sprechen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker