Saudischer Ölminister erwartet langsam steigende Nachfrage

Berlin/Riad - Saudi-Arabien will seine Ölförderung weiterhin nicht drosseln, erwartet aber eine langsame Erholung der Nachfrage. Ölminister Ali Al-Naimi wies am Mittwoch bei einer Energie-Tagung in Berlin Forderungen zurück, Riad solle wegen des Überangebots an den Weltmärkten seine Fördermengen reduzieren, um den Verfall des Ölpreises aufzuhalten.

"Es ist nicht unsere Aufgabe, Produzenten mit höheren Kosten zu subventionieren und ihnen höhere Marktanteile zu überlassen", sagte Al-Naimi. Er gehe davon aus, dass die Preise sich wieder stabilisierten: "Ich sehe einen langsamen Anstieg der Nachfrage." Die Saudis sind dank großer Öl- und Währungsreserven sowie günstiger Förderkosten in der komfortablen Lage, die historisch niedrigen Ölpreise längere Zeit auszusitzen: "Das ist auch ein Pfund, mit dem wir wuchern werden", sagte der Minister. Spekulationen, es gebe eine Verschwörung, um andere Förderländer wie Iran, Russland oder die USA mit ihrer Schiefergasindustrie gezielt zu schwächen, seien "boshaft und unfair".

Zwischen dem vergangenen Sommer und dem Jahresbeginn waren die Preise für Rohöl um mehr als die Hälfte eingebrochen. Zuletzt erholten sie sich wieder etwas, von einer Trendwende wollen viele Marktbeobachter aber noch nicht sprechen.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los