Saudischer Ölminister erwartet langsam steigende Nachfrage

Berlin/Riad - Saudi-Arabien will seine Ölförderung weiterhin nicht drosseln, erwartet aber eine langsame Erholung der Nachfrage. Ölminister Ali Al-Naimi wies am Mittwoch bei einer Energie-Tagung in Berlin Forderungen zurück, Riad solle wegen des Überangebots an den Weltmärkten seine Fördermengen reduzieren, um den Verfall des Ölpreises aufzuhalten.

"Es ist nicht unsere Aufgabe, Produzenten mit höheren Kosten zu subventionieren und ihnen höhere Marktanteile zu überlassen", sagte Al-Naimi. Er gehe davon aus, dass die Preise sich wieder stabilisierten: "Ich sehe einen langsamen Anstieg der Nachfrage." Die Saudis sind dank großer Öl- und Währungsreserven sowie günstiger Förderkosten in der komfortablen Lage, die historisch niedrigen Ölpreise längere Zeit auszusitzen: "Das ist auch ein Pfund, mit dem wir wuchern werden", sagte der Minister. Spekulationen, es gebe eine Verschwörung, um andere Förderländer wie Iran, Russland oder die USA mit ihrer Schiefergasindustrie gezielt zu schwächen, seien "boshaft und unfair".

Zwischen dem vergangenen Sommer und dem Jahresbeginn waren die Preise für Rohöl um mehr als die Hälfte eingebrochen. Zuletzt erholten sie sich wieder etwas, von einer Trendwende wollen viele Marktbeobachter aber noch nicht sprechen.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht