Saudischer Ölminister: Fördererhöhung ist "unausweichlich"

Moskau/Frankfurt (APA/dpa-AFX) - Saudi-Arabien hat seiner Bereitschaft zu einer Ausweitung der Ölproduktion mit deutlichen Worten untermauert. Eine Vereinbarung des Ölkartells OPEC über eine graduelle Fördererhöhung sei "unausweichlich", sagte der Ölminister Khalid Al-Falih am Donnerstag in Moskau.

Saudi-Arabien ist der produktionsstärkste Staat des Ölkartells und gilt als mächtigster Vertreter der OPEC. Oft übernimmt das Land die Führung, wenn es um Produktionsvereinbarungen geht.

"Ich denke, wir werden zu einer Einigung kommen, die insbesondere den Markt zufriedenstellt", sagte der Ölminister vor Journalisten. In der kommenden Woche treffen sich die OPEC-Staaten in Wien, um über die Anfang 2017 installierte Fördergrenze zu beraten. Saudi-Arabien und das Nicht-OPEC-Land Russland hatten schon vor Wochen signalisiert, dass sie zu einer Produktionsausweitung bereit seien. Jedoch gibt es in den Reihen der OPEC auch Widerstand gegen das Vorhaben.

Eine Aufforderung an die OPEC, ihre Produktion auszuweiten, soll hinter den Kulissen aus den USA an das Ölkartell herangetragen worden sein. Öffentlich hatte US-Präsident Donald Trump die OPEC wiederholt über den Nachrichtendienst Twitter für das aus seiner Sicht hohe Preisniveau am Ölmarkt verantwortlich gemacht. Die OPEC hat auf Trumps Vorwürfe bisher nicht direkt reagiert.

Ankara (APA/Reuters) - Die türkische Regierung hat vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni ihre Ausgaben hochgefahren. Dadurch wuchs das Budgetdefizit in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 78 Prozent auf umgerechnet rund 3,7 Mrd. Euro (20,5 Mrd. Lira), wie aus den am Montag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.
 

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Türkisches Staatsdefizit stieg vor Wahlen kräftig - Mehr Ausgaben

Vilnius (APA/Reuters) - Die EZB wird nach Einschätzung von Litauens Notenbankchef Vitas Vasiliauskas möglicherweise im Herbst 2019 erstmals seit Jahren ihre Zinsen straffen. "Da es traditionell keine Sitzung im August gibt, ist es offensichtlich, dass wir über September, Oktober sprechen könnten", sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag vor Journalisten. "Ich würde sagen, es geht in Richtung Herbst."
 

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EZB-Notenbanker hält Zinserhöhung im Herbst 2019 für möglich

Wien (APA) - Die ÖVP/FPÖ-Regierung will den lebenslangen Rücktritt von Lebensversicherungen im Fall von falscher oder fehlender Belehrung um einiges unattraktiver machen. Betroffene sollen bereits 2019 deutlich weniger Geld herauskommen. Die Arbeiterkammer und die Liste Pilz kritisieren den schwarz-blauen Vorstoß.
 

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AK-Kritik: Regierung macht Versicherungsrücktritt unattraktiver