Saudi-Arabien füllt Haushaltslücke mit ausländischem Geld

Saudi-Arabien leiht sich Insidern zufolge erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt eine größere Summe im Ausland. Das Königreich hole sich rund 10 Mrd. Dollar (rund 9 Mrd. Euro) für einen Zeitraum von fünf Jahren, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Ursprünglich habe das Finanzministerium nur 6 bis 8 Mrd. Dollar geplant, doch sei das Angebot so groß gewesen, dass der Betrag aufgestockt worden sei.
Die Geldgeber stammen demnach aus den USA, Europa und Japan - darunter seien JP Morgan, HSBC und Bank of Tokyo-Mitsubishi. Saudi-Arabien zahle dafür einen Aufschlag, der um 1,2 Prozentpunkte über dem Referenzzinssatz Libor liege, sagten zwei Insider.
Dem Königreich macht der stark gefallene Ölpreis zu schaffen, der ein Loch in die Haushaltskasse gerissen hat. Auch Katar und der Oman mussten sich deshalb in diesem Jahr schon Geld in Milliardenhöhe leihen. Saudi-Arabien könnte außerdem noch eine Anleihe begeben, um an frisches Geld zu kommen. Weder das Finanzministerium noch die Zentralbank und die Geldhäuser wollten sich auf Nachfrage zu dem Geschäft äußern.

Ankara (APA/Reuters) - Die türkische Regierung hat vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni ihre Ausgaben hochgefahren. Dadurch wuchs das Budgetdefizit in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 78 Prozent auf umgerechnet rund 3,7 Mrd. Euro (20,5 Mrd. Lira), wie aus den am Montag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.
 

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Türkisches Staatsdefizit stieg vor Wahlen kräftig - Mehr Ausgaben

Vilnius (APA/Reuters) - Die EZB wird nach Einschätzung von Litauens Notenbankchef Vitas Vasiliauskas möglicherweise im Herbst 2019 erstmals seit Jahren ihre Zinsen straffen. "Da es traditionell keine Sitzung im August gibt, ist es offensichtlich, dass wir über September, Oktober sprechen könnten", sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag vor Journalisten. "Ich würde sagen, es geht in Richtung Herbst."
 

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EZB-Notenbanker hält Zinserhöhung im Herbst 2019 für möglich

Wien (APA) - Die ÖVP/FPÖ-Regierung will den lebenslangen Rücktritt von Lebensversicherungen im Fall von falscher oder fehlender Belehrung um einiges unattraktiver machen. Betroffene sollen bereits 2019 deutlich weniger Geld herauskommen. Die Arbeiterkammer und die Liste Pilz kritisieren den schwarz-blauen Vorstoß.
 

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AK-Kritik: Regierung macht Versicherungsrücktritt unattraktiver