Saudi-Arabien erwartet auch 2019 Förderbremse für Öl - Preis steigt

Washington (APA/Reuters) - Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und andere Staaten werden ihre gemeinsame Förderbremse nach Ansicht von Saudi-Arabien auch im kommenden Jahr fortsetzen. Dies sei nötig, um die Lagerbestände auf den gewünschten Stand zu bringen, sagte Ölminister Chalid al-Falih am Donnerstag in einem Reuters-Interview.

Er hoffe, dass man sich bis Ende des Jahres auf einen Mechanismus für 2019 einige. Noch sei unklar, wie hoch die Fördermenge im kommenden Jahr sein sollte.

Die OPEC und andere wichtige Ölexporteure wie Russland hatten sich im Jänner 2017 auf eine Förderbremse geeinigt, um den Markt zu stabilisieren. Der Preisverfall war durch eine verstärkte Förderung von Schiefergas in den USA ausgelöst worden. Al-Falih sagte nun, er sehe die US-Schieferindustrie nicht als Bedrohung an.

Saudi-Arabien ist nicht nur wegen des Staatshaushaltes, sondern auch wegen des geplanten Börsenganges des Ölkonzerns Saudi Aramco von einem hohen und stabilen Ölpreis abhängig. Al-Falih sagte, das Königreich könne das Projekt noch immer in der zweiten Jahreshälfte 2018 angehen. Der Börsengang sei vom Marktumfeld abhängig.

Die Bemerkungen des Ministers über die Förderbremse gaben dem Ölpreis am Freitag einen Schub. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um mehr als ein Prozent auf 69,64 Dollar.

Washington (APA/dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend weiter gesunken und auf den tiefsten Stand seit fast 50 Jahren gefallen. Die Anträge gingen um 8.000 auf 207.000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. So niedrig war die Zahl der Erstanträge zuletzt im Dezember 1969.
 

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US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf tiefstem Stand seit 1969

Wien/Linz (APA) - Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) hat im Korruptionsprozess rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen und den Linzer Terminal Tower erneut sein Handeln verteidigt. Die Vergabe der Bundeswohnungen sei korrekt, transparent und ein Erfolg für die Republik gewesen. Aber bei der ersten Einvernahme sah Grasser noch eine "katastrophale Optik" durch das Provisionsgeschäft bei der Buwog.
 

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Grasser-Prozess - Grasser verteidigt Vergabe, "Optik katastrophal"

Frankfurt/Wolfsburg (APA/Reuters) - Die Kernmarke Volkswagen des VW-Konzerns soll nach dem Willen von Konzernchef Herbert Diess schon vier bis fünf Jahre früher als bisher geplant eine Rendite von sechs Prozent erreichen. Spätestens 2021 wolle Diess die Marke von sechs statt der bisher bis dahin angestrebten vier Prozent Gewinn vom Umsatz schaffen, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag ohne Angabe von Quellen.
 

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Magazin: VW-Chef will höhere Rendite bei VW früher erreichen