Vor Öffnung für Ausländer: Panne an saudischer Börse

(Reuters) - Wenige Monate vor Öffnung der saudischen Börse für Direktinvestitionen ausländischer Anleger sorgt die Bilanzkorrektur eines großen Mobilfunkunternehmens für Aufsehen. Der Branchenzweite Etihad Etisalat musste am Montag seine Geschäftszahlen für eineinhalb Jahre korrigieren: Aus einem vermeintlichen Rekordgewinn im Jahr 2013 wurde ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Zahlen für das erste Halbjahr 2014 fielen schwächer aus als bisher ausgewiesen. Der auch unter dem Namen Mobily firmierende Konzern begründete die Korrektur mit Bilanzierungsfehlern. Die Panne könnte Beobachtern zufolge das Vertrauen in den Markt am Golf vorerst schmälern.

Ob Anleger nun zurückhaltender würden, werde auch von der Ursache der Bilanz-Panne abhängen, sagte der Asim Bukhtiar, Research-Chef der Investmentbank Riyad Capital. Möglicherweise habe es sich nur um einen Ausrutscher gehandelt. Schließlich habe Mobily in der Vergangenheit Analysten und Investoren gut informiert. Es könne aber auch ein paar Quartale dauern, bis die Scharte ausgewetzt sei.

Bisher genießt Saudi-Arabien einer Umfrage unter Fonds-Managern von Anfang 2014 zufolge das höchste Ansehen von fünf großen Aktienmärkten im Nahen Osten. Dem Handelsplatz wurde vor allem große Zuverlässigkeit in der Informationspolitik attestiert.

Bei dem nun auffällig gewordenen Telekom-Konzern wurden die Anleger in der vergangenen Woche nervös, als das Unternehmen die Vorlage seiner Quartalszahlen versäumte. Die Aktien fielen, bis sie am Donnerstag vom Handel ausgesetzt wurden. Etihad Etisalat gehört zu 28 Prozent dem Konzern Etisalat aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

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Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

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OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

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Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018