Saubere Energie - EU-Kommissar Canete für Gas als Überbrückungslösung

Brüssel (APA) - EU-Energiekommissar Arias Canete hat am Dienstag Gas als "Überbrückungslösung" bezeichnet. "Wir wollen, dass die fossilen Energien in Zukunft völlig auslaufen", sagte Canete bei einer Konferenz in Brüssel über die Finanzierung von sauberer Energie. Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown warnte, dass ohne Investitionen in Erneuerbare die Lage ärger sein werde als bei der jüngsten Migrationswelle.

Brown erklärte, "wir reden alle vom Preis. Aber was ist der Preis, wenn man sich die vorzeitigen Todesfälle durch Asthma, Herzinfarkte und Lungenerkrankungen" wegen des zu hohen CO2-Ausstoßes ansehe. Die schwachen Menschen würden schon heute unter dem Klimawandel und den Emissionen leiden. Wenn diese Menschen kein sauberes Wasser mehr haben können, "werden sie zu Migranten. Was sie derzeit an Migration feststellen, wird gar nichts sein gegenüber der Zukunft, wenn wir die Emissionen nicht senken".

Der frühere polnische EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek versuchte beim Übergang auf rein Erneuerbare Energien etwas auf die Bremse zu treten. "Gas ist eine sehr gute Übergangslösung, wird aber wohl immer notwendig sein, auch bei der Produktion von Dünger und in der Chemie". Außerdem sei Gas, das Klima betreffend, "zumindest zwei Mal besser als Steinkohle". Es werde daher "kaum möglich sein, Gas vollkommen zu beseitigen. Ich denke auch an Koks, eine besondere Art von Kohle. Die wird auch notwendig sein für die Stahlproduktion in den nächsten Jahrzehnten. Das können wir nicht vermeiden", betonte Buzek.

Brown konzedierte, dass es natürlich ein Unterschied sei, in einer Kohleregion zu leben oder am "sonnigen Strand von Südkalifornien". Daher stelle sich auch die Verteilungsfrage von Energie, "von einer Region bis nach Europa sogar. Ich denke, dass auch eine gleiche Verteilung erreicht werden kann. Das ist sicher nicht leicht". Kalifornien wolle einen deutlichen Abbau der Emissionen erreichen. "Das ist riesig, wie der Abbau eines riesigen Berges". Gleichzeitig gab Brown zu bedenken, dass das immer genannte Ziel der Klimaerwärmung um maximal zwei Grad ja nur die 50-Prozent-Wahrscheinlichkeit darstelle. Es könnte auch schlimmer kommen. "Wenn wir es nicht schaffen, wird der Preis schrecklich sein".

Paris (APA/AFP) - Unter Präsident Emmanuel Macron ist Frankreich für deutsche Unternehmen wieder deutlich attraktiver geworden: 90 Prozent der deutschen Firmen in Frankreich bewerten die Wirtschaftslage derzeit als gut oder zufriedenstellend - mehr als doppelt so viele wie vor zwei Jahren, wie es in einer am Freitag in Paris veröffentlichten Studie der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer heißt.
 

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Deutsche Unternehmen finden Frankreich wieder attraktiv

London (APA/Reuters) - Der Haushaltsstreit von Italien mit der EU-Kommission bremst am Geldmarkt die Spekulationen auf eine EZB-Zinserhöhung. Mittlerweile wird erst für Oktober 2019 damit gerechnet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) einen ihrer Schlüsselzinsen anhebt. Die Chancen für einen Schritt um zehn Basispunkte bereits im September 2019 werden dagegen inzwischen als deutlich niedriger angesehen.
 

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Erster EZB-Zinsschritt 2019 wegen Italien-Streits später erwartet

Bangalore/Santa Clara (Kalifornien) (APA/Reuters) - Der Chiphersteller Micron Technology Inc kauft seinem Partner Intel dessen Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen IM Flash Technologies ab. Dafür lege Micron Techology rund 1,5 Milliarden Dollar (1,30 Mrd. Euro) in bar auf den Tisch, teilte das US-Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Micron kauft Intel-Anteil an Joint-Venture IM Flash Technologies