SAP: Wachstum ohne Großübernahmen

Walldorf (APA/Reuters) - Nach der größten Übernahme der Firmengeschichte will der Softwarekonzern SAP ohne größere Zukäufe wachsen. SAP werde bei Übernahmen jetzt eine viel langsamere Gangart einlegen und sein Angebot allenfalls noch abrunden, erklärte Vorstandschef Bill McDermott am Mittwoch auf einer Konferenz der Investmentbank Morgan Stanley in Barcelona.

"Das wird Sie eher einschläfern", ergänzte er mit Blick auf künftige Übernahmen.

SAP hatte im September die Übernahme des US-Softwarehauses Concur für umgerechnet 6,2 Mrd. Euro angekündigt. Der Spezialist für Programme zum Organisieren und Abrechnen von Dienstreisen bietet seine Software überwiegend als Cloud-Programme, also zur Miete über das Internet, an. In den vergangenen drei Jahren hat SAP das als zukunftsträchtig geltende Cloud-Geschäft rasch durch mehrere Milliardenübernahmen in den USA ausgebaut. Da sich die Einnahmen bei der Mietsoftware aber über mehrere Jahre verteilen, dauert es, bis das Geschäft so profitabel ist wie der klassische Verkauf von Software über Lizenzen. SAP musste deshalb seine Gewinnziele bereits zurückschrauben .

Im Jänner werde er eine Wachstumsstrategie für alle Geschäftszweige von 2015 bis 2020 präsentieren, kündigte McDermott an. Sowohl das Kerngeschäft mit Lizenz-Software als auch das Cloud-Geschäft werde SAP mit Innovationen das Wachstum vorantreiben und das operative Ergebnis steigern.

Bei seinen deutschen Kunden stößt der weltweit führende Anbieter von Firmensoftware mit seinen neuen Angeboten noch auf große Zurückhaltung. Nach der jüngsten Umfrage des Verbandes der Deutschsprachigen SAP-Anwender (DSAG) setzen zwar 30 Prozent der Unternehmen, die SAP-Software nutzen, auf Cloud-Programme. Das übliche gesamte Paket von Programmen zur Firmensteuerung wollen aber nur fünf Prozent der Kunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Cloud verlagern. Die Firmen haben demnach Bedenken, ob ihr Know-how ausreichend geschützt ist.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen