SAP-Konkurrent Salesforce will in Europa angreifen

(Reuters) - Der US-Konzern Salesforce will sein Geschäft mit Unternehmenssoftware in Europa kräftig ausbauen und den Marktführer SAP angreifen. "Im Geschäftsjahr 2015 wollen wir in Europa rund 500 neue Stellen schaffen", sagte Salesforce-Präsident Keith Block der "Wirtschaftswoche". Das Unternehmen ist auf Cloud-Dienste spezialisiert, also die Bereitstellung von Programmen und Speicherplatz im Internet.

Auch SAP will stärker auf Cloud-Lösungen setzen, macht aber nach Blocks Ansicht noch immer den Großteil des Umsatzes mit traditioneller Software. Dagegen setze Salesforce auf sein Wissen als weltgrößtes Cloud-Softwareunternehmen: "Wir treiben die Bugwelle im Markt. Ein Unternehmen, das sein Geschäft ausweitet oder neu organisiert, baut nicht mehr eigene Datencenter aus, sondern setzt auf die Cloud." Deshalb wachse Salesforce jährlich um mehr als 30 Prozent.

Eine Partnerschaft mit der Deutschen Telekom wolle Salesforce nutzen, um Angebote für den Mittelstand im deutschsprachigen Raum zu vertreiben. Dabei solle in Kooperation mit dem Bonner Konzern ein Rechenzentrum in Deutschland entstehen, das voraussichtlich 2015 in Betrieb gehe, sagte Block. Kunden könnten dann entscheiden, wo ihre Daten gespeichert würden.

Wegen der Spähaktionen von Geheimdiensten zögern viele Firmenkunden inzwischen, ihre Daten auf externen Servern zu speichern. Block sagte, sein Unternehmen tue alles, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. "Es ist unsere Geschäftsgrundlage."

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro