SAP-Finanzchef: Appetit auf große Zukäufe gestillt

(Reuters) - Mit der größten Übernahme der Firmengeschichte hat der Software-Konzern SAP keinen Bedarf mehr an Milliarden-Zukäufen. "Der Appetit auf Großakquisitionen ist jetzt erstmal gestillt", sagte Finanzchef Luka Mucic am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. SAP hatte im September bekannt gegeben, für mehr als acht Milliarden Dollar den US-Anbieter für Software zum Dienstreisenmanagement, Concur, zu kaufen. Damit habe der Walldorfer Softwareriese nun ein umfassendes Produktportfolio im Cloud-Geschäft, das nun allenfalls durch kleine Zukäufe an der ein oder anderen Stelle abgerundet werden müsse.

SAP hat den Software-Vertrieb über das Internet, das Cloud-Geschäft, in den vergangenen Jahren massiv mittels Akquisitionen ausgebaut. Dieses wirft Mucic zufolge beim einzelnen Vertrag aber erst nach fünf Jahren so viel Gewinn ab wie der Lizenz-Verkauf einer Software. "Langfristig sehen wir im Cloud-Geschäft eine Marge von 35 Prozent als möglich an", sagte Mucic. Um dahin zu kommen, müsse die Kundenbasis aber noch größer werden, damit die Kosten für die notwendige Infrastruktur sinken. "Unsere Priorität ist, jetzt so schnell wie möglich und so stark wie möglich in der Cloud zu wachsen - also Neugeschäft zu machen", sagte Mucic. Bisher seien fast 90 Prozent der Cloud-Nutzer SAP-Stammkunden, gut zehn Prozent würden neu von außen gewonnen.

Vom befürchteten Einbruch der Konjunktur in Europa hat SAP unterdessen bisher noch nichts gespürt. "In den reifen Märkten können wir bisher noch keine negativen Auswirkungen feststellen", sagte Mucic. Anders sei es in Russland und der Ukraine, wo der politische Konflikt die IT-Investitionen von Unternehmen bremse. Aber auch SAP rechnet mit der konjunkturellen Abschwächung auf dem Heimatkontinent. "Gegen eine Eintrübung des Konjunkturklimas in Europa sehen wir uns gut gewappnet", sagte Mucic.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro