Sanktionen: MiG- und Kalaschnikow-Hersteller im Visierder EU

Brüssel (APA/Reuters) - Die EU hat mit ihren geplanten Wirtschaftssanktionen gegen Russland auch die Hersteller von Kalaschnikow-Sturmgewehren und MiG-Kampfflugzeugen im Visier. Die Botschafter der 28 EU-Staaten berieten am frühen Abend weiter darüber, ab wann die schärferen Strafmaßnahmen gelten sollen. Einige EU-Länder hatten sich dafür ausgesprochen, die Entwicklung des Waffenstillstandes in der Ostukraine abzuwarten.

Das Unternehmen JSC Kalaschnikow gehört zu neun russischen Rüstungsfirmen, an die bei Inkrafttreten der Sanktionen keine Güter mit militärischer und ziviler Nutzung (Dual-Use) aus der EU mehr geliefert werden dürften, wie aus einem Dokument des EU-Rates hervorgeht, das der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlag.

Die Restriktionen für Finanzgeschäfte treffen dem Dokument zufolge, dass das Datum vom Freitag trägt, drei russische Rüstungsfirmen. Dies sind OPK Oboronprom, einer Muttergesellschaft für die Produktion von Hubschraubern wie vom Typ Mi sowie den Flugzeughersteller United Aircraft Corporation, der auch MiG-Kampfjets baut.


Die dritte Firma Uralvagonzavod produziert Kampfpanzer. Wie Reuters bereits am Montag erfuhr, sollen zudem die drei Ölkonzerne Rosneft, Gazprom Neft und Transneft von Finanzgeschäften ausgeschlossen werden.

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