San Francisco verbietet Verkauf von Pelzen

San Francisco (APA/AFP) - San Francisco ist künftig die größte Stadt in den USA, in der der Handel mit Pelzen verboten ist. Der Verwaltungsrat der mehrheitlich liberal gesinnten Westküstenmetropole votierte am Dienstag mit zehn zu null Stimmen für den Bann. Die Tierschutzorganisation Humane Society International (HSI) sprach von einer "historischen Entscheidung für Tiere und auch für ein mitfühlendes Konsumverhalten".

"Wir hoffen, dass die Welt das sieht", betonte die Gruppe. Das Verbot, das den Handel mit neuen Pelzen umfasst, tritt am 1. Jänner kommenden Jahres in Kraft. Im Verwaltungsrat unterstützt hatte den Vorstoß auch die Politikerin Katy Tang. Die Demokratin kritisierte, jedes Jahr würden geschätzt 50 Millionen Tiere "grausam abgeschlachtet, damit wir ihren Pelz tragen können und modisch aussehen". Ihre Hoffnung sei nun, dass von der Entscheidung eine "starke Botschaft" an den Rest der Welt ausgehe, sagte Tang dem "San Francisco Chronicle".

Unternehmensverbände äußerten sich hingegen besorgt. Der Handel mit Pelzen sei in San Franciscos zentralem Einkaufsviertel Union Square "ein großes Geschäft", sagte Karen Flood von der dortigen Handelsvereinigung. "Das wird ernsthafte Folgen für uns haben."

Neben der Metropole San Francisco, die als eine der progressivsten Städte des Landes gilt, haben im Bundesstaat Kalifornien bereits zwei kleinere Orte den Verkauf von Pelzen aus ihrem Stadtgebiet verbannt: West Hollywood in der Metropolregion Los Angeles und die Universitätsstadt Berkeley. Verkaufsverbote oder Importbeschränkungen gibt es HSI zufolge zudem in Indien und der brasilianischen Metropole Sao Paulo.

Die Tierschutzorganisation hatte zuletzt unter anderem die beiden italienischen Modehäuser Versace und Furla scharf kritisiert. Die Unternehmen erklärten daraufhin kürzlich, auf die Verwendung von Pelz verzichten zu wollen. Ein solches Bekenntnis gibt es zudem u.a. von Armani, Calvin Klein, Hugo Boss, Ralph Lauren, Michael Kors und Gucci.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht