Samsung: Rekordgewinn und Zukunftssorgen

Seoul - Samsung Electronics muss nach einem Rekordgewinn im Weihnachtsgeschäft schlechtere Geschäfte fürchten. Die Angst vor einem Ende des jahrelangen Smartphone- und Chipbooms drückte die Aktie des südkoreanischen Technologieriesen um mehr als drei Prozent. Zudem lag der Betriebsgewinn vorläufigen Zahlen zufolge im vierten Quartal trotz eines Zuwachses um 64 Prozent unter den Erwartungen.

"Wechselkurse und Bonuszahlungen sind wohl die Hauptursache für die verfehlten Markterwartungen, aber auch die Smartphone-Auslieferungen dürften niedriger als gedacht ausgefallen sein", sagte Analyst Song Myung Sup von HI Investment & Securities. Allein im vergangenen Jahr hatte die südkoreanische Landeswährung Won zum Dollar zwölf Prozent zugelegt und am Montag sogar ein Drei-Jahres-Hoch markiert.

Samsung Aktien-Info: ISIN KR7005930003

Samsung-Aktie ISIN KR7005930003; 5-Jahres-Verlauf; Stand vom 9.1.2018: 2.280 US $; für aktuelle Kursinformationen klicken Sie bitte auf den Chart.

Samsung-Aktie ISIN KR7005930003; 5-Jahres-Verlauf; Stand vom 9.1.2018: 2.280 US $; für aktuelle Kursinformationen klicken Sie bitte auf den Chart.

Während Samsungs Konkurrent Apple ausschließlich Computer und Unterhaltungselektronik im Angebot hat, setzen die Südkoreaner auf ein breites Sortiment, zu dem Fernseher, Hausgeräte, Bildschirme und eben Halbleiter gehören. In der jüngsten Zeit hatte vor allem die Nachfrage nach den Galaxy-Smartphones und Chips für Rekorde gesorgt. In beiden Bereichen ist Samsung Weltmarktführer, muss aber angesichts starker Konkurrenz durch chinesische Rivalen und einer gewissen Marktsättigung ein Ende dieses Booms fürchten, der zuletzt stetig die Kassen gefüllt hatte.

Im vierten Quartal reichte es allerdings noch problemlos für einen Rekord. Der Betriebsgewinn soll voraussichtlich bei umgerechnet 11,8 Mrd. Euro (15,1 Billionen Won) liegen. Im Gesamtjahr würde dies auf ein Betriebsergebnis von 42 Mrd. Euro hinauslaufen, nach knapp 23 Mrd. Euro 2016. Der Umsatz soll demnach im vierten Quartal um 24 Prozent auf 51,5 Mrd. Euro zugelegt haben und würde damit die Markterwartungen ebenfalls leicht verfehlen. Genaue Zahlen wird Samsung Ende Jänner veröffentlichen. Apple gibt am 1. Februar Einblick ins Weihnachtsquartal.

Besonders wichtig wird die Entwicklung der Chipnachfrage für Samsung im laufenden Jahr sein. Experten rechnen damit, dass die Nachfrage nach DRAM-Chips, die im Cloud-Computing eingesetzt werden, hoch bleibt und die Preise entsprechend auch. Bei den NAND-Halbleitern, die beispielsweise in Digitalkameras und USB-Sticks verwendet werden, dürften hingegen die Verkaufszahlen zurückgehen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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