Samsung treibt Konzernumbau vor Generationswechsel voran

Seoul - Auf dem Weg zum Generationswechsel an der Konzernspitze trennt sich der südkoreanische Wirtschaftsriese Samsung von Geschäften in der Chemie- und Rüstungsindustrie. Die Beteiligungen unter anderem an Gemeinschaftsunternehmen mit den französischen Partnern Thales und Total sollen für umgerechnet 1,4 Mrd. Euro an den südkoreanischen Rivalen Hanwha verkauft werden, teilte Samsung am Mittwoch mit.

Das Management treibt damit den Umbau des Firmenimperiums voran. Das größte Konglomerat Südkoreas ist vor allem für seine Handys und TV-Geräte bekannt, hat aber auch Geschäfte im Finanz-, Werft- und Bausektor. Die Kinder des erkrankten Konzernpatriarchen Lee Kun Hee nehmen immer mehr die Zügel in die Hand.

Die Südkoreaner steigen nun mit dem Verkauf aus ihren Joint Ventures mit dem Militärtechnikkonzern Thales und dem Ölmulti Total aus. Zudem bekommen Unternehmen der Hanwha-Gruppe einen gut 32-prozentigen Anteil an der Rüstungsschmiede Samsung Techwin sowie knapp 58 Prozent von Samsung General Chemicals. Mit der Veräußerung der vier Beteiligungen will sich Samsung Analysten zufolge zunächst verstärkt auf Kerngeschäfte fokussieren. Doch der Umbau solle dem Sohn und den beiden Töchtern Lees den Weg für eine Aufteilung des Erbes ebnen. Der 72-Jährige Samsung-Chairman liegt seit einem Herzinfarkt im Mai im Krankenhaus.

Zugleich kündigte Samsung einen Aktienrückkauf im Volumen von 2 Mrd. Dollar (1,6 Mrd. Euro) an. Der weltgrößte Smartphone-Hersteller beugt sich mit dem ersten solchen Schritt seit 2007 dem Druck von Investoren, den Kurs zu stabilisieren und den Anlegern mehr Rendite zu bringen. Schwindende Anteile im Smartphone-Markt drücken die Gewinne des lange erfolgsverwöhnten Apple-Konkurrenten.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

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Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

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OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

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Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018