Samsung erwägt Chefwechsel im Mobilfunk - Zeitung

Seoul - Der Smartphone-Weltmarktführer Samsung prüft laut einem Zeitungsbericht einen Chefwechsel in seinem Mobilfunk-Geschäft nach einem schwachen Jahr. Der für Hausgeräte und Fernseher zuständige Manager B.K. Yoon könne auch die Führung des Handy-Bereichs übernehmen, schrieb das "Wall Street Journal" am späten Sonntag.

Der heutige Smartphone-Chef J.K. Shin führt die Sparte seit 2009 und machte Samsung zum mit Abstand weltgrößten Hersteller. Zuletzt zeigte der südkoreanische Konzern aber Schwächen. Der Marktanteil sank im vergangenen Quartal laut Expertenberechnungen auf knapp ein Viertel von über 32 Prozent vor einem Jahr. Damit einher ging ein Gewinneinbruch um mehr als die Hälfte.

Samsung wird aus zwei Richtungen in die Zange genommen: Bei günstigen Geräten, die einen großen Teil der Modelle ausmachen, erobern chinesische Rivalen wie Xiaomi und Lenovo immer mehr Marktanteile. Im lukrativeren Hochpreis-Segment punktet gerade Apple mit den beiden Varianten seines neuen iPhone 6. Samsung kündigte bereits an, dass die Modellpalette um bis zu 30 Prozent ausgedünnt werden solle. Der Konzern verkauft über 50 verschiedene Smartphones.

Samsung habe unter anderem die Nachfrage nach seinem aktuellen Top-Modell Galaxy S5 überschätzt, schrieb die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen. Es sei ein Fünftel mehr Geräte als beim erfolgreichen Vorgänger-Modell produziert worden, die sich dann in den Lagern stapelten. Insgesamt habe Samsung 40 Prozent weniger S5-Smartphones verkauft als erwartet.

Peking (APA/Reuters) - Die chinesische Zentralbank will ungeachtet gestiegener Konjunkturrisiken durch den Handelskonflikt mit den USA vorerst auf größere Hilfen für die Wirtschaft verzichten. Stattdessen sollen die Finanzierungsprobleme von Unternehmen "effektiv gelindert" werden, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme.
 

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Chinas Notenbank verzichtet vorerst auf größere Konjunkturhilfen

Genua (APA/Reuters) - Nach dem Brückeneinsturz in Genua hat Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte den Autobahnbetreiber zu deutlich höheren Entschädigungszahlungen für die Opfer aufgefordert. Den vom Infrastrukturkonzern Atlantia angebotenen Betrag von 500 Millionen Euro nannte der Regierungschef in der Zeitung "Il Corriere della Sera" vom Dienstag bescheiden.
 

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Brückeneinsturz in Genua - Conte fordert mehr Geld von Betreiber

Wien (APA) - Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFT) befürchtet, dass Österreich in der Grundlagenforschung den Anschluss an die internationale Spitze verliert. Um das zu vermeiden, empfiehlt das Gremium der Bundesregierung, die im Wettbewerb vergebenen Mittel für Grundlagenforschung zu steigern. So sollte das Budget des Wissenschaftsfonds FWF um 80 bis 90 Mio. Euro jährlich erhöht werden.
 

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Forschungsrat empfiehlt mehr Mittel für Grundlagenforschung