Samsonite kauft US-Luxusgepäckhersteller Tumi für 1,8 Mrd. Dollar

Der Koffer-Konzern Samsonite, Nummer eins auf dem Weltmarkt, kauft den Luxusgepäckhersteller Tumi für 1,8 Mrd. Dollar (1,65 Mrd. Euro). Tumi passe "perfekt" zur Strategie von Samsonite, sein Angebot für Geschäftsleute zu stärken, erklärte Unternehmenschef Ramesh Tainwala am Freitag in Hongkong.

Dort ist Samsonite, 1910 im US-Bundesstaat Colorado gegründet, seit fünf Jahren an der Börse notiert, um näher am chinesischen Markt zu sein.

Tumi hatte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um vier Prozent auf knapp 548 Mio. Dollar gesteigert. Der US-Hersteller hat mehr als 170 Geschäfte weltweit und will heuer 20 weitere eröffnen. Der Analyst Jackson Wong von Simsen Financial bewertete den Zukauf als gutes Geschäft. "Die Chinesen lieben Samsonite, aber seit ein paar Jahren wollen sie luxuriösere Gepäckstücke, und das erklärt die Verstärkung im Luxussegment."

Samsonite stand 2003 am Rande der Pleite. 2007 kaufte der britische Investmentfonds CVC Capital Partners das Unternehmen und brachte es 2011 in Hongkong an die Börse. Der Koffer-Hersteller will seine Umsätze bis 2020 auf 4,7 Mrd. Dollar verdoppeln. Seit 2012 hat der Konzern neun Firmen aufgekauft.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma