Salzburger Immobilienverwalter unter Untreue-Verdacht

Die Staatsanwaltschaft ermittelt in Salzburg gegen einen Immobilienverwalter, der Gelder von Rücklagenkonten seiner Kunden unrechtmäßig verwendet haben soll. Auslöser war eine Sachverhaltsdarstellung des Finanzamtes. Es geht offenbar um eine Lücke von zumindest 560.000 Euro, berichteten Medien am Dienstag. Der Unternehmer bestreitet jedes schuldhafte Handeln.

Im Dezember des Vorjahres langte das Schreiben der Finanz bei der Anklagebehörde ein. Im Zuge von Prüfungen in zwei Unternehmen des Immobilienverwalters sei festgestellt worden, dass offenbar Gelder von Rücklagenkonten der Kunden unrechtmäßig verwendet worden sein dürften. Es geht der Anzeige zufolge um Rücklagen, die für die Instandhaltung von Wohnhäusern angespart wurden, angeblich aber über andere Firmen abgezogen worden sein sollen.

Das Finanzamt hat die Konten von elf Wohnungseigentümergemeinschaften unter die Lupe genommen und die Zuflüsse und Abflüsse in einer Tabelle aufgelistet: Dabei ergibt sich den Medienberichten zufolge eine Lücke von 563.890 Euro. Unter anderem soll damit ein Fahrzeug finanziert worden sein. Bei weiteren 26 Eigentümergemeinschaften besteht laut Finanz ebenfalls der Verdacht, dass über Jahre hinweg Gelder der Rücklagenkonten unrechtmäßig verwendet worden sein sollen.

Die APA konnte den Unternehmer am Dienstagvormittag nicht erreichen. In den Medienberichten bestreitet er jedes schuldhafte Handeln. Die in der Sachverhaltsdarstellung enthaltenen Aufstellungen seien inhaltlich unrichtig, wird er zitiert. Laut seinem Anwalt habe es außerdem keine Schlussbesprechung mit der Finanzbehörde gegeben. Es sei daher gar nicht definiert, wofür diese Salden auf der Liste seien. Mit den entnommenen Rücklagen seien jedenfalls Sanierungen durchgeführt worden. Die Finanz sehe zurzeit nicht mehr als einen Verdacht, man sei noch mitten in der Ermittlungsphase, so der Anwalt.

Stans (APA) - Der Tiroler Marmeladenhersteller Darbo mit Sitz in Stans im Unterinntal hat im Geschäftsjahr 2017 mehr Gewinn gemacht. Der Jahresüberschuss stieg auf 8,4 Mio. Euro. Im Jahr 2016 hatte er noch 5,8 Mio. Euro betragen, geht aus dem am Mittwoch im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" veröffentlichten Abschluss hervor.
 

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Marmeladenhersteller Darbo im Vorjahr mit mehr Gewinn

Brüssel (APA/AFP) - Nach einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Belgien stellt die Region Wallonie eine Million Euro zur Bekämpfung der Seuche bereit. Das Geld sei für "technische und logistische Maßnahmen" vorgesehen, teilte das Ministerium mit. In der Provinz Luxemburg im Südosten Belgiens wurde ein 63.000 Hektar großes Waldgebiet gesperrt. Vorbereitet werde zudem eine Anzeige gegen unbekannt.
 

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Region Wallonie kämpft mit einer Million Euro gegen Schweinepest

Menlo Park (APA/dpa) - Die US-Bürgerrechtsorganisation ACLU hat bei der Gleichstellungsbehörde eine Beschwerde gegen Facebook im Zusammenhang mit Diskriminierung bei Stellenanzeigen eingereicht. Es geht um gezielte Angebote je nach Geschlecht.
 

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Bürgerrechtler: Facebook-Stellenanzeigen ermöglichen Diskriminierung