S&P stuft Puerto Rico herunter - Ausblick negativ

New York/San Juan - Die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat den Daumen über das hoch verschuldete Puerto Rico weiter gesenkt. Die Kreditwürdigkeit werde nur noch mit "CCC-" bewertet, teilten die Bonitätswächter am Dienstag mit. Der Ausblick sei negativ. Demnach ist die Gefahr einer Staatspleite innerhalb der nächsten sechs Monate gestiegen. Bisher lag die Bewertung bei "CCC+" - zwei Stufen höher.

Am Montag hatte der Gouverneur von Puerto Rico, Alejandro Garcia Padilla, um Erlaubnis gebeten, eine Umschuldung nach dem US-Insolvenzrecht vorzunehmen. Das Territorium trägt inzwischen eine Schuldenlast von 73 Mrd. Dollar (65,6 Mrd. Euro), etwa ein Fünftel der von Griechenland. Ein neu ernannter Berater hat angesichts dieser Verbindlichkeiten unlängst erklärt, Puerto Rico werde bald das Geld ausgehen.

Puerto Rico ist kein US-Bundesstaat, sondern ein Außengebiet mit Selbstverwaltung. Die 3,6 Millionen Bewohner der Insel sind zwar US-amerikanische Staatsbürger, haben aber beispielsweise bei der Präsidentenwahl kein Stimmrecht. 45 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte