S&P: Britische Banken vor neuen Milliarden-Lasten wegen Skandalen

London - Die britischen Banken müssen sich nach Einschätzung der Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) wegen ihrer zahlreichen Skandale auf weitere Milliarden-Strafen einstellen. 19 Mrd. Pfund (26,5 Mrd. Euro) werden voraussichtlich allein in den nächsten beiden Jahren für Altlasten fällig, wie S&P in einer am Montag veröffentlichten Studie prognostizierte.

In den vergangenen fünf Jahren hätten Verfehlungen und Strafen die Geldhäuser auf der Insel zusammen 48 Mrd. Pfund gekostet, 42 Milliarden seien dabei auf die vier größten Institute Barclays, HSBC, Lloyds und RBS entfallen.

Die Banken des Landes haben Kunden unter anderem unnötige Versicherungen verkauft, bei Geldwäsche-Kontrollen geschlampt und sind in die Skandale um die Manipulation wichtiger Zinssätze sowie des Devisenmarktes verstrickt. Laut S&P haben die Banken aber genügend Puffer, um die neuerlichen Belastungen zu stemmen.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma