Ryanair will auch Flugbegleiter-Gewerkschaften anerkennen

Dublin (APA/AFP) - Der irische Billigflieger Ryanair will nicht nur Gewerkschaften für Piloten, sondern auch für Flugbegleiter anerkennen. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Dublin mit. Noch am Montag hatte sich etwa die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) beklagt, Ryanair habe Gesprächen mit Flugbegleitervertretern eine Absage erteilt - und ihrerseits mit Streiks gedroht.

Ryanair hatte am Freitag nach Streikdrohungen angekündigt, mit Pilotengewerkschaften in mehreren europäischen Ländern verhandeln zu wollen. Das führe nun dazu, dass Ryanair Pilotengewerkschaften in der ganzen EU und auch Flugbegleitergewerkschaften anerkenne, teilte die Airline am Dienstag mit.

Die Geschäftsführung wollte am Dienstag erstmals überhaupt in der Unternehmensgeschichte zu Gesprächen mit einer Gewerkschaft zusammentreffen. Vereinbart ist ein Treffen mit Vertretern der irischen Gewerkschaft Impact. Am Mittwoch soll es auch ein Gespräch mit Vertretern der deutschen Pilotengewerkschaft Cockpit geben.

UFO hatte am Montag kritisiert, die Anerkennung nur von Pilotengewerkschaften führe in eine Zweiklassengesellschaft bei Ryanair. Für die Flugbegleiter gehe es um Existenzfragen. "Die Gehälter bewegen sich nur knapp über Mindestlohnniveau, es droht Altersarmut, Grundregeln des Arbeitsrechts werden nicht eingehalten", erklärte die Gewerkschaft. Deshalb forderte auch sie Ryanair zu Verhandlungen auf.

Die Gewerkschaft steht nach eigenen Angaben über den Dachverband European Cabin Crew Association (Eurecca) in engem Kontakt mit Flugbegleitergewerkschaften in Belgien, Irland, Italien, Portugal und Spanien. "An allen Ryanair-Standorten wenden sich die Kolleginnen und Kollegen an uns und bitten uns um Unterstützung. Die europäischen Partner sind sich einig, hier nicht lange zu fackeln, falls Ryanair seine Verweigerungshaltung aufrechterhält."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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