Ryanair und Verdi setzen Tarifverhandlungen fort

Dublin/Düsseldorf (APA/Reuters) - Im Streit um höhere Löhne für die rund 1.000 deutschen Flugbegleiter von Ryanair kehren die irische Billigfluglinie und die Gewerkschaft Verdi zurück an den Verhandlungstisch. Ryanair habe kurzfristig zu Gesprächen am Mittwoch in Berlin eingeladen, teilte Verdi mit. Es werde in der zweiten Verhandlungsrunde vor allem um das Thema Leiharbeit gehen.

Verdi bezeichnete das Angebot der Fluggesellschaft aus der ersten Verhandlungsrunde am 13. August als enttäuschend und indiskutabel. Ryanair wolle erst für das Jahr 2022 nationale Verträge abschließen und lehne die Einführung von Betriebsräten ab, erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Mira Neumaier. Darüber hinaus sehe das Angebot für 2018 und 2021 keine Erhöhung der Entgelte vor. Allein für 2019 wolle Rynanair pro Flugstunde 50 Cent aufschlagen, und 2020 die Entgelte um 41 Euro pro Monat.

"Ryanair hat mit diesem Angebot gezeigt, dass sie den Beschäftigten keine Wertschätzung entgegenbringen und nicht bereit sind für echten Wandel", kritisierte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. Verdi fordert unter anderem die Einführung eines Basisgehalts für alle Flugbegleiter, die Erhöhung der Gehälter und die Einführung einer Mindeststundengarantie.

Der irische Konzern, der mit Kampfpreisen die Branche umgekrempelte und zur profitabelsten Airline in Europa aufstieg, hat sich jahrzehntelang Tarifgesprächen verweigert. Doch zuletzt musste sich Konzernchef Micheal O'Leary vermehrt mit den Forderungen seiner Mitarbeiter auseinandersetzen: Mitte August sorgte ein Streik der Piloten in Deutschland und mehreren anderen Ländern für rund 400 Flugausfälle. Rund einen Monat zuvor hatten sich Ryanair und Verdi grundsätzlich auf die Aufnahme von Tarifverhandlungen für das Kabinenpersonal geeignet.

Am Freitag treffen sich einige Gewerkschaften aus Europa in Rom, um weitere Schritte zu besprechen und den Druck auf die Airline zu erhöhen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro