Ryanair-Streik - Vereinigung Cockpit: Mitarbeiter zahlen die Zeche

Berlin/Dublin (APA/AFP) - Die deutsche Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat die Pilotenstreiks bei Ryanair verteidigt und erhofft sich davon Verständnis für die Lage des Personals. "Ryanair verkauft Tickets ab 39 Euro und macht gleichzeitig einen Gewinn von 1,4 Mrd. Euro", sagte Gewerkschaftssprecher Janis Schmitt Freitagfrüh dem Bayerischen Rundfunk. "Da ist klar, dass die Zeche die Mitarbeiter zahlen."

Die Piloten wollten gern ein "berechenbares Gehalt haben" und nicht das "unternehmerische Risiko von Ryanair tragen", sagte der VC-Sprecher. Die Gewerkschaft fordert vor allem eine andere Gestaltung des Gehalts bei dem irischen Billigflieger. Derzeit bekommen die Piloten ein relativ geringes Grundgehalt. Der variable Rest orientiert sich an den tatsächlichen Flugstunden.

VC hatte die Ryanair-Piloten für Freitag zu einem 24-stündigen Streik aufgerufen, der in der Früh begann. Allein 250 Verbindungen von und nach Deutschland sollten ausfallen. Streiks gibt es am Freitag auch bei den Ryanair-Piloten in Irland, Belgien, Schweden und den Niederlanden.

Der Streik der deutschen Ryanair-Piloten trifft auch die österreichische Tochter Laudamotion: Mehr als 20 Flüge ab Deutschland, die Ryanair für Laudamotion durchführt, werden am Freitag gestrichen. Österreich-Verbindungen seien nicht betroffen, hieß es von Laudamotion. Die betroffenen Passagiere seien informiert worden.

VC-Verhandlungsführer Ingolf Schumacher sagte dem Sender ntv am Freitagmorgen, die Gewerkschaft wolle "dem Unternehmen nicht schaden". Nötig sei aber ein "Umdenken in der Konzernzentrale in Dublin" beim Umgang mit den Beschäftigten. Die Fronten im Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft und dem Unternehmen bezeichnete er als "verhärtet".

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte