Ryanair greift Lufthansa und Air Berlin an

Der irische Billigflieger Ryanair will die Probleme von Lufthansa und Air Berlin ausnutzen und sein Geschäft in Deutschland kräftig ausbauen. Der Marktanteil solle von derzeit 5 auf 20 Prozent wachsen, kündigte Marketingchef Kenny Jacobs am Mittwoch in Berlin an. Im Oktober will Europas größter Billigflieger eine Basis in Berlin eröffnen.

Im kommenden Sommer sollen von hier 18 neue Ziele - unter anderem Palma de Mallorca, Rom, Teneriffa und Köln/Bonn - angeflogen werden. Ryanair habe 380 neue Flugzeuge bestellt, die zum Teil zusätzlich in Deutschland eingesetzt würden. Auf der Strecke nach Köln erwartet die Billigairline einen besonderen Preiskampf.

Derzeit ist Ryanair am Marktanteil gemessen hinter den Konzernmüttern von AUA und Niki, Lufthansa und Air Berlin, die Nummer drei auf dem deutschen Markt. "Doch der Wettbewerb in Deutschland ist schwach", sagte Jacobs. Lufthansa habe Probleme wegen Streiks, Air Berlin wegen seiner angespannten finanziellen Lage. Beide Airlines kürzten deshalb ihr Angebot auf der Kurzstrecke. Zugleich gebe es prozentual deutlich weniger Billigflüge als in vielen anderen Ländern. Hier gebe es viel Potenzial.

Ryanair sei daher bereit, mit allen deutschen Flughäfen zu sprechen, sagte Jacobs. Europaweit wolle die Airline mehr große Flughäfen anfliegen, so stehe bald auch Amsterdam Schiphol auf dem Plan. Für das laufende Jahr erwartet die irische Fluggesellschaft insgesamt 104 Millionen Fluggäste, die Auslastung der Flieger sei auf 90 Prozent gestiegen. Ryanair-Chef Michael O'Leary hatte das Gewinnziel für das Geschäftsjahr (bis Ende März 2016) vor kurzem um ein Viertel auf 1,175 bis 1,225 Milliarden Euro nach oben geschraubt.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte