RWE schrieb Milliarden auf Kraftwerke ab, Nettoverlust im Jahr 2015

Essen - Der deutsche Energieriese RWE hat aufgrund Mrd.schwerer Wertberichtigungen einen Nettoverlust verbucht. Nach Abschreibungen auf konventionelle Kraftwerke in Höhe von 2,1 Mrd. Euro verbuchte RWE 2015 einen Nettoverlust von rund 200 Mio. Euro, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.

Deshalb will der Konzern die Dividende für die Stammaktien streichen, die Dividende für die Vorzugsaktien soll auf 13 Cent sinken. Im Vorjahr hatte RWE jeweils noch 1 Euro je Aktie ausgeschüttet.

Die RWE-Aktien stürzten daraufhin zeitweise um mehr als 10 Prozent ab.

Die operativen Ergebnisziele habe der Versorger 2015 erreicht, erklärte RWE. Nach vorläufigen Zahlen lag das betriebliche Ergebnis bei 3,8 Mrd. Euro und das bereinigte Nettoergebnis bei 1,1 Mrd. Euro. RWE ist in Österreich an der Kärtner Kelag beteiligt.

Der deutsche Energiekonzern rechnet auch heuer mit einer weiteren Verschlechterung des Ergebnisses. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) soll von 7 auf 5,2 bis 5,5 Mrd. Euro sinken. Dabei rechnet RWE mit einem weiteren Verfall der Gewinnmargen seiner Kohle-, Atom- und Gaskraftwerke. Hinzu kommen dürften weitere Belastungen wegen der Probleme im britischen Geschäft. Zudem dürften einige Sondereffekte wegfallen, die die Bilanz im vergangenen Jahr noch stabilisiert hatten.

Das betriebliche Ergebnis soll deshalb von 3,8 auf 2,8 bis 3,1 Mrd. Euro sinken. Um Sondereffekte bereinigt rechnet der Vorstand noch mit einem Überschuss zwischen 500 und 700 Mio. Euro nach 1,1 Mrd. im vergangenen Jahr. Schulden und Mitarbeiterzahl sollen sich hingegen kaum verändern. Als Reaktion auf die Krise des Konzerns will RWE das Zukunftsgeschäfte mit erneuerbaren Energien, den Netzen und dem Vertrieb in eine neue Tochter abspalten und diese bis zum Jahresende an die Börse bringen. Das soll frisches Geld in die Kassen spülen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro