RWE erwartet mehr Gewinn durch Ökostrom

Essen - Der hoch verschuldete RWE-Konzern rechnet 2015 mit wachsenden Gewinnen aus seiner Ökostromsparte RWE Innogy. In der ersten Jahreshälfte gingen die Meeres-Windparks Nordsee Ost vor Helgoland und die noch fehlenden Kapazitäten des britischen Parks Gwynt y Mor in Betrieb, sagte Innogy-Chef Hans Bünting am Montag in Essen.

Hinzu kämen Windkraftanlagen im Landesinneren wie etwa in Bedburg am Niederrhein. RWE rechne mit einem Ausbau der Erneuerbaren-Energie-Kapazität von 2,8 Gigawatt auf 4 Gigawatt bis Ende 2015 und einer entsprechenden Steigerung des operativen Ergebnisses, sagte Bünting.

Die RWE-Ökostromtochter beschäftigt aktuell rund 1.000 Mitarbeiter, die Zahl soll bis Ende 2015 auf 700 bis 800 sinken, wobei viele Mitarbeiter aber nur in andere Konzernabteilungen wechseln. Für 2013 hatte die RWE-Ökotochter knapp 200 Mio. Euro Betriebsergebnis ausgewiesen. Innogy konzentriert sich vor allem auf Windkraftprojekte. Hinzu kommen unter anderem Wasserkraftanlagen, mit deren Strom RWE etwa die Bahn für den Fernverkehr beliefert. Für andere Felder - etwa Photovoltaik - gebe es Chancen aber angesichts der knappen Finanzlage des Konzerns derzeit keine Ressourcen, sagte Bünting.

RWE hatte 2014 noch eine Milliarde Euro in erneuerbare Energien investiert. Künftig werde die Investitionssumme deutlich auf zusammen eine Milliarde Euro in den drei Jahren 2015 bis 2017 sinken. Neben den abgestürzten Börsenstrompreisen leidet RWE unter regulatorischen Auflagen. Dies betreffe nicht mehr Deutschland - hier seien mit der EEG-Reform die Rahmenbedingungen klar. Aber beispielsweise in England würden reihenweise Projekte abgelehnt. Gegen Spanien hat RWE Ende 2014 Klage vor einem internationalen Schiedsgericht erhoben, weil das Land nachträglich vertraglich zugesicherte Einspeisevergütungen für Wind- und Solarkraftwerke gekürzt hat.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro