RWA-Konzern und Lagerhäuser steigerten 2017 Umsätze

Wien (APA) - Der Lagerhaus- und Mischkonzern RWA (Raiffeisen Ware Austria) hat 2017 eine stabile Geschäftsentwicklung verzeichnet. Der Gesamtumsatz des Konzerns samt der genossenschaftlich organisierten Lagerhäuser stieg auf 6,7 Mrd. Euro. 2,4 Mrd. Euro Umsatz (plus 6,4 Prozent) kamen direkt von der RWA. 4,3 Mrd. Euro Umsatz steuerten die Lagerhäuser bei (plus 5,1 Prozent), teilte die Firma am Mittwoch mit.

"Die Lagerhäuser zählen in der heimischen Unternehmenslandschaft zwar zu den Urgesteinen, sie sind aber nach wie vor dynamisch und erfolgreich unterwegs", so RWA-Generaldirektor Reinhard Wolf. Die RWA gehört zur Hälfte zur Münchner BayWa, dem größten Agrarhandelskonzern Deutschlands.

Die RWA erzielte 2017 einen Anstieg in allen operativen Sparten. Der Agrarsektor war im Vorjahr von einer trockenheitsbedingt kleinen Ernte geprägt, die allerdings hohe Qualitäten aufwies. Der Umsatz im Segment Agrar stieg um 2,4 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Der Technik-Umsatz erhöhte sich um 44,8 Prozent auf 144 Mio. Euro. Die Steigerung resultierte laut Unternehmensangaben insbesondere aus der Vollkonsolidierung des Lagerhaus Technik-Centers (LTC) im RWA-Konzern im dritten Quartal 2017. Es gab eine Trendwende am Traktorenmarkt, der lange schwach war.

Das Energiesegment erzielte, infolge gestiegener Handelsmengen und höherer Preise, 719 Mio. Euro (plus 10 Prozent) Umsatz. Im Bau- und Gartenmarktbereich war die Entwicklung von der guten Konjunktur beflügelt. Der Umsatz legte um 2,8 Prozent auf 219 Mio. Euro zu. Im Segment Baustoffe stagnierte der Umsatz am Vorjahresniveau bei 28 Mio. Euro. Das Vorsteuerergebnis (EGT) des RWA-Konzerns belief sich auf 25,8 Mio. Euro.

Auch die Lagerhäuser verzeichneten ein Umsatzplus in den einzelnen Segmenten. Die Genossenschaften erzielten im Energiesektor eine Umsatzsteigerung um 9,5 Prozent auf 1 Mrd. Euro, in der Technik um 6,4 Prozent auf 678 Mio. Euro sowie bei den Bau- und Gartenmärkten um 5,1 % auf 642 Mio. Euro. Umsatzmäßig leicht wuchsen der Baustoffbereich mit 703 Mio. Euro sowie der Agrarbereich mit 1,1 Mrd. Euro.

In Zukunft will sich der Raiffeisen Warenverbund dynamischer und moderner gestalten. Dazu gehört ein neuer Web-Shop, der für Mitte des Jahres angekündigt ist. Die Lagerhaus-Technik soll reorganisiert werden. Ausgebaut werden soll auch das Genol-Tankstellennetz. Forciert werden sollen Elektromobilität, Wachstumsprojekte im Bau- und Gartenbereich oder Smart Farming, wo derzeit der Einsatz von Robotern getestet wird.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro