Russland treibt Wirtschaftskooperation mit China voran

Moskau/Peking (APA/Reuters) - Unter dem Druck westlicher Sanktionen bemüht sich Russland um eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Beide Länder hätten sich bei jüngsten Gesprächen auf mehr als 30 gemeinsame Projekte verständigt, sagte der stellvertretende russische Ministerpräsident Igor Schuwalow am Samstag nach einem Besuch in der Volksrepublik.

Die Kooperation werde sich auf verschiedenste Bereiche erstrecken, darunter die Finanzbranche, die Nahrungsmittelproduktion und die petrochemische Industrie. Asiatische Länder wie China seien sehr an einer Zusammenarbeit mit Russland interessiert und beteiligten sich nicht an Sanktionen, betonte der Minister.

Im Streit über die Rolle der Moskauer Regierung im Ukraine-Konflikt hatten die EU und die USA am Freitag neue Strafmaßnahmen vor allem gegen den russischen Energie-, Rüstungs-und Finanzsektor in Kraft gesetzt. Um die Auswirkungen der Sanktionen zu begrenzen, will Russland Schuwalow zufolge zudem auf Wirtschaftsreformen im eigenen Land setzen.

Dabei nehme sich die Moskauer Regierung die Liberalisierung der chinesischen Wirtschaft zum Beispiel, mit der die Volksrepublik im Jahr 1989 auf Strafmaßnahmen reagiert habe. Damals hatte die Regierung in Peking Proteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens gewaltsam niedergeschlagen und damit international Kritik ausgelöst.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne