Russland will sich nach Sanktionen von US-Staatsanleihen trennen

Moskau (APA/Reuters) - Russland will als Reaktion auf die jüngsten US-Sanktionen nach Angaben von Finanzminister Anton Siluanow seine Bestände an US-Wertpapieren weiter abbauen. Schon jetzt seien die Bestände auf das Minimum reduziert worden, und die Investitionen in die US-Wirtschaft und US-Anleihen würden weiter abgebaut, zitierten staatliche Medien am Sonntag den Minister.

Die angedrohten US-Sanktionen seien "ungemütlich, aber nicht fatal". Zudem wolle das Land vermehrt den Rubel und andere Währungen wie den Euro bei internationalen Transaktionen verwenden und vom Dollar Abstand nehmen. Dies werde US-Investoren belasten. Russland plane aber nicht, US-Firmen in dem Land zu schließen, wie es einige Abgeordnete immer wieder gefordert hatten. Immerhin arbeiteten dort russische Staatsbürger, und die Firmen zahlten Steuern in Russland, sagte Siluanow. Auch sei nicht geplant, den Einsatz des Dollar in Russland zu verbieten. "Das würde nur in eine Sackgasse führen."

Die US-Regierung hatte wegen des Russland angelasteten Anschlags auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal und dessen Tochter Julia neue Sanktionen angekündigt. Russland hat eine Beteiligung an dem Attentat in Südengland mit dem Nervengift Nowitschok stets bestritten. Die Sanktionen sollen Exportgüter aus den Bereichen Elektronik, Laser, Sensoren sowie Öl- und Gastechnologie betreffen. Sie sollen um den 22. August herum in Kraft treten. Die Regierung in Moskau warnte vor einem Wirtschaftskrieg mit unabsehbaren Folgen. Der Rubel fiel am Freitag gegenüber dem Dollar auf ein Zwei-Jahres-Tief.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro