Russland setzt nach Fußball-WM auf Wachstum im Tourismus

Moskau (APA/Reuters) - Russland hofft nach der Fußball-WM auf wesentlich mehr Touristen. Sie erwarte ein deutliches Plus bei der Zahl ausländischer Urlauber, sagte die stellvertretende Regierungschefin Olga Golodez in einem am Donnerstag veröffentlichten Reuters-Interview.

"Wir hoffen, dass dieser Zustrom im nächsten Jahr um nicht weniger als 15 Prozent zunehmen wird, dank der Politik der Offenheit und der Anerkennung Russlands während der Weltmeisterschaft." Russland hat mehr als 700.000 ausländische Fußballfans während des Turniers beherbergt, unter anderem in Moskau, St. Petersburg und Sotschi.

Die WM, die am Sonntag mit dem Finale zwischen Frankreich und Kroatien zu Ende geht, verlief bisher ohne größere Sicherheitsvorfälle. Sorgen über Rassismus und Gewalt von Hooligans, die es vor dem Turnier gab, haben sich nicht bestätigt. "Wir sind sehr erfreut darüber, wie die Menschen auf die Atmosphäre reagiert haben", sagte Golodez. "Es scheint mir, dass die Weltmeisterschaft uns erlaubt hat, Stereotypen zu zerstören, die in der Welt existierten."

Russland hofft laut Golodez auch auf einen Entwicklungsschub in den Regionen, wo Spiele stattgefunden haben. Die Regierung werde bald einen Plan vorlegen, um sicherzustellen, dass neu gebaute Stadien nicht ungenutzt bleiben. Saransk, die kleinste WM-Stadt, verfügt über ein Stadion mit rund 45.000 Sitzplätzen und nur 300.000 Einwohnern. Die 650 Kilometer südöstlich von Moskau gelegene Stadt hat auch keine Mannschaft in der ersten russischen Liga. "Je kleiner die Bevölkerung, desto schwieriger wird es natürlich, dieses Programm umzusetzen. Das ist verständlich. Aber wir sehen überall Potenzial."

Die WM-Stadien sollen künftig große kulturelle Veranstaltungen, einschließlich Musikfestivals, beherbergen. Ihr Betrieb solle in den nächsten zwei bis drei Jahren stabil sein, sagte Golodez, die für Sport und Kultur zuständig ist.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

Newsticker

Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

Newsticker

Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

Newsticker

Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los