Russland-Sanktionen bedrohen Arktis-Förderpläne von US-Ölriesen Exxon

Irving (Texas)/Moskau (APA/dpa) - Den US-Öl-Konzern Exxon treffen die jüngsten Sanktionen gegen Russland besonders hart: Milliardenschweren Förderpläne für die Arktis stehen auf der Kippe. Russlands Präsident Putin hatte noch Anfang August von dem Bohrungs-Projekt geschwärmt.

Die neuen US-Sanktionen gegen Russland bringen die Ölförderpläne des US-Konzerns ExxonMobil in der Arktis in Gefahr. Die am Freitag von der US-Regierung beschlossene Sanktionsrunde verbietet den Export von Gütern, Dienstleistungen und Technologie zur Ölförderung an die russischen Firmen Rosneft, Gazprom, Gazprom Neft, Lukoil und Surgutneftegas. US-Unternehmen haben bis zum 26. September Zeit, die Geschäftsbeziehungen einzustellen.

Vor allem für Exxon ist das eine schlechte Nachricht. Das Unternehmen ist 2011 eine umfangreiche Partnerschaft mit dem staatlich kontrollierten Ölförderer Rosneft eingegangen. 3,2 Mrd. Dollar (2,5 Mrd. Euro) wurden bereits ausgegeben, um in der russischen Arktis nach Öl und Gas suchen zu können. Das sollte eigentlich nur der Auftakt sein: Laut Kremlchef Wladimir Putin könnten Exxon und Rosneft bis zu 500 Mrd. Dollar investieren.

Putin hatte erst Anfang August mit großen Worten persönlich den Startschuss für das russisch-amerikanische Milliardenprojekt gegeben. Mit den gemeinsamen Probebohrungen von Rosneft und Exxon in der Karasee zeige die internationale Wirtschaft "Pragmatismus und gesunden Menschenverstand". Die beiden Unternehmen kooperieren bereits auf Ölfeldern in Sibirien und vor der ostrussischen Insel Sachalin.

Kein westliches Unternehmen hat laut dem "Wall Street Journal" ein größeres direktes Engagement in Russland. Das Arktis-Projekt ist für den Konzern eine wichtige Säule der langfristigen Wachstumsstrategie. Exxon gibt sich wortkarg: "Wir prüfen die Sanktionen und werden uns an alle Gesetze halten", sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. Bisher fällt das Geschäft in Russland für Exxon kaum ins Gewicht. Doch perspektivisch ist es ein wichtiger Faktor, um die schwindenden Fördermengen auszugleichen.

Hongkong/Washington (APA/AFP) - Die kritischen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zur Notenbank Fed haben im asiatischen Börsenhandel den Dollar unter Druck gesetzt. Der japanische Yen legte am Dienstag gegenüber der US-Währung zu und stand bei einem Kurs von 109,9 zum Dollar. Auch der Euro und das britische Pfund profitierten ebenso wie die Währungen von Südkorea, Indonesien und Australien von Trumps Äußerungen.
 

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Trumps Äußerungen zur Fed setzen den Dollar unter Druck

Berlin (APA/AFP) - Mehrere energieintensive Branchen in Deutschland haben in einem gemeinsamen Positionspapier einen Ausgleich für steigende Stromkosten infolge des Kohleausstiegs gefordert. Das "Handelsblatt" zitierte am Dienstag aus einem Papier von Vertretern der Branchen Stahl, Metalle, Papier, Baustoffe, Glas und Chemie, die Ausgleichsmaßnahmen fordern.
 

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DE-Kohleausstieg - Energieintensive Branchen wollen Ausgleich

Berlin (APA/dpa) - Beschäftigte in Ostdeutschland arbeiten weiterhin länger als im Westen - und verdienen weniger. Im vergangenen Jahr leisteten Arbeitnehmer in den alten Bundesländern im Schnitt 1.279 Arbeitsstunden. Im Osten mit Berlin waren es 1.346 Stunden, also 67 mehr. Wird Berlin dem Westen zugerechnet, sind es im Osten 75 Stunden mehr.
 

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Ostdeutsche arbeiten weiter länger als Westdeutsche