Russland gründet eigene Ratingagentur

Die russische Zentralbank will bis Jahresende eine einheimische Ratingagentur als Gegenpol zu den Branchenriesen aus den USA aufbauen. "Der russische Markt braucht eine starke Ratingagentur mit einem hohen Maß an Führungsstärke und Professionalität", teilte die Zentralbank am Freitag mit.

Die Agentur solle in der Lage sein, "die Interessen der Wirtschaft" zu erfüllen, und von in- wie ausländischen Investoren respektiert werden. Deshalb sei eine Neugründung beschlossen worden.

Zwischen Russland und den drei Agenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch hatte es immer wieder Spannungen gegeben. So stieß die Entscheidung von Standard & Poor's sowie Moody's, die Kreditwürdigkeit des Landes auf Ramschniveau herabzustufen, auf heftige Kritik. Moskau warf den Firmen politische Motive vor. In der vergangenen Woche gab Präsident Wladimir Putin grünes Licht dafür, die Tätigkeit internationaler Ratingagenturen in seinem Land gesetzlich zu regulieren.

Die künftige russische Agentur soll nach Angaben der Zentralbank mit drei Milliarden Rubel (48 Millionen Euro) ausgestattet werden. Die Führung übernimmt demnach Jekaterina Trofimowa, die derzeitige Vizepräsidentin der Gazprombank. Sie arbeitete früher für Standard & Poor's.

In der Vergangenheit haben verschiedene Schwellenländer immer wieder versucht, die Dominanz der drei großen Ratingagenturen zurückzudrängen - ohne nennenswerten Erfolg. Ein echter Konkurrent konnte sich bisher nicht etablieren.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro