Russland sichert ausländischen Firmen Schutz von Eigentum zu

Stuttgart - Der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew ist Sorgen vor einer Enteignung ausländischer Firmen entgegengetreten. Weder das russische Recht noch die russische Wirtschaftspolitik sähen eine Enteignung vor, sagte Uljukajew am Mittwoch bei einem Besuch in Stuttgart.

"Eine Gans zu bestrafen, die goldene Eier legt, können nur Verrückte tun - ich zähle uns nicht zu dieser Kategorie", ergänzte er. Zuletzt gab im russischen Parlament Forderungen, auf die Wirtschaftssanktionen der EU und der USA im Ukraine-Konflikt mit einem Enteignungsgesetz zu reagieren.

Uljukajew war einer Einladung von Klaus Mangold gefolgt, der früher den Ostausschuss der deutschen Wirtschaft leitete und inzwischen Honorarkonsul der Russischen Föderation ist. Der Minister nutzte die Stippvisite, um bei Firmen in Baden-Württemberg für ein Engagement in Russland zu werben. So traf er Vertreter von Daimler und Bosch sowie von Mittelständlern wie dem Maschinenbauer Trumpf. Die deutschen Exporte nach Russland gingen von Jänner bis August um 16,6 Prozent auf 20,3 Milliarden Euro zurück. Neben den Sanktionen trug dazu die schwache Wirtschaftsentwicklung in Russland bei.

Die USA und die Europäische Union werfen Russland vor, die Rebellen in der Ost-Ukraine zu unterstützen und damit zur Destabilisierung des Landes beizutragen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne