Russland droht mit Boykott des Weltwirtschaftsforums in Davos

Davos/Moskau (APA/AFP) - Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat mit einem Boykott des Weltwirtschaftsforums in Davos im Jänner gedroht, sollten wichtige russische Geschäftsleute dort nicht willkommen sein. Er reagierte damit am Dienstag auf einen Pressebericht. Demnach sollen auf Druck der USA mehrere russische Geschäftsleute gebeten worden sein, im kommenden Jahr nicht an der Konferenz in Davos teilzunehmen.

Medwedew rief dazu auf, die "Entscheidungen im Zusammenhang mit russischen Wirtschaftsvertretern" zu revidieren. Andernfalls werde Moskau es ablehnen, staatliche Vertreter und Repräsentanten teilstaatlicher russischer Unternehmen nach Davos zu schicken, zitierten ihn die russischen Nachrichtenagenturen. Medwedew äußerte sich am Rande der Libyen-Konferenz im italienischen Palermo.

Die "Financial Times" hatte vergangene Woche berichtet, das Weltwirtschaftsforum habe unter anderen die Milliardäre Oleg Deripaska und Andrej Kostin gebeten, der Veranstaltung fernzubleiben. Beide gelten als Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Deripaska ist der Gründer des russischen Aluminiumkonzerns Rusal, Kostin Chef der staatlichen russischen Bank VTB.

Der Kreml hatte bereits kurz darauf reagiert und erklärt, Deripaska oder Kostin seien nicht dank des Weltwirtschaftsforums das, was sie seien - sondern das Weltwirtschaftsforum sei das, was es heute sei auch aufgrund von Geschäftsmännern wie ihnen. Wer solche Menschen abweise, beraube sich seines Fundaments.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte