Russische Wirtschaft schrumpfte im November 2017 überraschend

Moskau (APA/Reuters) - Russlands Wirtschaft ist im November überraschend auf Talfahrt gegangen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,3 Prozent, wie das Wirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Insbesondere ein Einbruch der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe um 3,6 Prozent schlug dabei negativ zu Buche.

Das Ministerium führte den Rückgang der Fertigung auch auf den Beschluss der OPEC-Staaten und wichtiger Partnerländer wie Russland zurück, die Ölpreise durch die Verlängerung einer Förderbremse bis Ende 2018 zu stützen.

Die Wirtschaft zwischen St. Petersburg und Wladiwostok hat die Folgen eines Ölpreisverfalls und die Sanktionen des Westens im Zuge der Ukraine-Krise mittlerweile allerdings recht gut weggesteckt. Für 2017 erwartet das Wirtschaftsministerium einen Zuwachs beim BIP von 1,4 bis 1,8 Prozent, nachdem das Land in den beiden vorangegangenen Jahren in einer Rezession steckte. Für 2018 veranschlagt das Ministerium ein Plus von rund zwei Prozent.

Davos/Moskau (APA/AFP) - Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat mit einem Boykott des Weltwirtschaftsforums in Davos im Jänner gedroht, sollten wichtige russische Geschäftsleute dort nicht willkommen sein. Er reagierte damit am Dienstag auf einen Pressebericht. Demnach sollen auf Druck der USA mehrere russische Geschäftsleute gebeten worden sein, im kommenden Jahr nicht an der Konferenz in Davos teilzunehmen.
 

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Russland droht mit Boykott des Weltwirtschaftsforums

Wien (APA) - Am vierten Tag des Telekom/Valora-Prozesses gegen die Ex-Lobbyisten Peter Hochegger und Walter Meischberger sowie den Ex-Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer ging es heute viel um einen Mann, der gar nicht angeklagt ist: Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP/FPÖ), für den die Telekom beispielsweise Umfragen zu seinem Image und Privatleben bezahlte.
 

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Telekom/Valora - Privatflug mit Grasser, Weitflug mit Hühnern

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission hat einen Notfallplan für den Fall eines Scheiterns der Brexit-Verhandlungen verabschiedet. Er enthält "eine begrenzte Zahl von Notfallmaßnahmen in vorrangigen Bereichen", wie die EU-Behörde am Dienstag mitteilte.
 

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EU veröffentlicht Notfallplan für Scheitern von Brexit-Verhandlungen