Russische VTB-Bank größte Nutznießerin von russischem Hilfsprogramm

Moskau - Die staatliche russische Bankengruppe VTB soll am stärksten vom Hilfsprogramm für den Bankensektor profitieren. Wie die russischen Zeitungen "Wedomosti" und "Kommersant" sowie die Website RBK am Montag zudem berichteten, sollen Filialen ausländischer Banken keine Hilfen bekommen.

Das Programm ist vor allem für Institute gedacht ist, die unter den westlichen Sanktionen leiden, die im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise verhängt wurden.

Nach Angaben des russischen Finanzministers Anton Siluanow sollen insgesamt 27 Banken von dem Rettungsprogramm profitieren. Den Medienberichten zufolge wurden inzwischen 830 Mrd. Rubel (11,58 Mrd. Euro) bewilligt, das übrige Geld könne großen Regionalbanken zugutekommen. Insgesamt stehen für die Bankenrettung 1.000 Mrd. Rubel zur Verfügung.

Die drei Banken der VTB-Gruppe teilen den Berichten zufolge eine Summe von mehr als 300 Mrd. Rubel unter sich auf: 193 Mrd. Rubel erhält die VTB selbst, 66 Mrd. Rubel ihre Kreditbank VTB 24 und 49 Mrd. Rubel erhält die Bank von Moskau. Das größte russische Finanzinstitut, die Sberbank, hatte bereits mitgeteilt, keine öffentlichen Hilfsmittel zu benötigen.

Dem Sektor macht neben den Sanktionen auch der enorme Wertverlust des Rubel zu schaffen. Die russische Bankenbranche ist ohnehin sehr empfindlich. Sie besteht aus einigen Großbanken, die staatlich kontrolliert werden, und mehr als 800 kleineren Finanzinstituten mit äußerst angespannter Finanzlage und manchmal zweifelhaften Geschäftspraktiken. Viele von ihnen stammen aus der Zeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, als bereits einige tausend Dollar ausreichten, um eine Bank zu gründen.

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