Russische Ukraine-Politik lässt Gazprom-Gewinn einbrechen

Moskau, 11. Sep (Reuters) - Der Ukraine-Konflikt spiegelt sich auch in der Bilanz des russischen Energiekonzerns Gazprom wider. Nach den erst am Donnerstag veröffentlichten Zahlen vom Jahresanfang fiel der Nettogewinn im ersten Quartal um 41 Prozent auf umgerechnet 4,6 Milliarden Euro, obwohl der Umsatz um rund sieben Prozent auf 32,3 Milliarden Euro stieg.

Hintergrund sei neben dem schwächeren Rubel eine Senkung des Gaspreises für die Ukraine in dieser Zeit um ein Drittel, teilte das staatlich kontrollierte Unternehmen am Donnerstag mit. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte den Gaspreis gekürzt, nachdem sich der Nachbarstaat von einem Assoziierungsabkommen mit der EU zurückzog. Nach dem Sturz des prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch hob Gazprom den Preis im April wieder um 80 Prozent an.

Die geschäftliche Entwicklung im zweiten Quartal dürfte daher vor allem auch deswegen spannend sein, weil Gazprom im Streit über den Preis und unbezahlte Rechnungen im Juni die Lieferungen an die Ukraine stoppte. Die um eine EU-Annäherung bemühte Regierung in Kiew wirft Russland eine politisch motivierte Gaspreiserhöhung vor und hat das Abkommen mit der EU inzwischen unterzeichnet. Gazprom erklärte, der Konzern habe wegen ukrainischer Außenstände vorsorglich 1,5 Milliarden Euro zurückgelegt.

Peking (APA/Reuters) - Die chinesische Zentralbank will ungeachtet gestiegener Konjunkturrisiken durch den Handelskonflikt mit den USA vorerst auf größere Hilfen für die Wirtschaft verzichten. Stattdessen sollen die Finanzierungsprobleme von Unternehmen "effektiv gelindert" werden, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme.
 

Newsticker

Chinas Notenbank verzichtet vorerst auf größere Konjunkturhilfen

Genua (APA/Reuters) - Nach dem Brückeneinsturz in Genua hat Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte den Autobahnbetreiber zu deutlich höheren Entschädigungszahlungen für die Opfer aufgefordert. Den vom Infrastrukturkonzern Atlantia angebotenen Betrag von 500 Millionen Euro nannte der Regierungschef in der Zeitung "Il Corriere della Sera" vom Dienstag bescheiden.
 

Newsticker

Brückeneinsturz in Genua - Conte fordert mehr Geld von Betreiber

Wien (APA) - Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFT) befürchtet, dass Österreich in der Grundlagenforschung den Anschluss an die internationale Spitze verliert. Um das zu vermeiden, empfiehlt das Gremium der Bundesregierung, die im Wettbewerb vergebenen Mittel für Grundlagenforschung zu steigern. So sollte das Budget des Wissenschaftsfonds FWF um 80 bis 90 Mio. Euro jährlich erhöht werden.
 

Newsticker

Forschungsrat empfiehlt mehr Mittel für Grundlagenforschung