Russische Medien: RBI vor Ausstieg aus russischem Rentenmarkt

Die börsennotierte österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) bietet nach russischen Medienberichten als letzter ausländischer Investor auf dem russischen Rentenmarkt seinen Rentenfonds zum Verkauf an.

"Die Verhandlungen über den Verkauf des Fonds laufen", berichten die Zeitung "Wedemosti" und RIA Novosti. Die Zeitung beruft sich auf eine namentlich nicht genannte Quelle aus dem Umfeld der RBI sowie auf die zwei kolportierten Kaufinteressenten. Eine RBI-Banksprecherin in Wien wollte "Marktgerüchte", wie sie meinte, am Montag nicht kommentieren.

Wedemosti nennt das Finanzhaus Otkrytie und die BIN Group als mögliche Käufer des Raiffeisen-Rentenfonds. Die beiden Banken erwarben in den vergangenen Jahren im großen Stil nichtstaatliche Rentenfonds. Otkrytie kontrolliert zwei große nichtstaatliche Rentenfonds mit Einlagen in Höhe von 220 Mrd. Rubel (3,4 Mrd. Euro), BIN von 30 Mrd. Rubel (464 Mio. Euro). "Wir haben unser Angebot gemacht, aber eine Antwort haben wir noch nicht bekommen", wird ein Topmanager aus dem Bieterkreis zitiert. Momentan soll es sich aber an Preisfragen spießen.

Der in Rede stehend Rentenfonds Raiffeisen ist den Berichten zufolge unter den Top 15 der russischen Rentenfonds, es ist der einzige Fonds mit ausländischer Beteiligung auf dem Markt. Zum aktuellen heurigen Veranlagungsvolumen wird eine Summe von 12 Mrd. Rubel genannt.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker