Russische Bankenkrise kostet Moskau Milliarden

Der Sanierungsfall VEB könnte Russland im einen Milliardenbetrag in zweistelliger Höhe kosten. Die marode Bank will auf Gelder des russischen Pensionsfonds zugreifen und einen Gazprom-Anteile verkaufen. VEB hat sich mit Geschäften rund um Olympia 2014 in Sotchi überhoben.

Moskau. In Russlands Finanzsystem ist die staatliche VEB (Vneshekonombank) der größte Sanierungsfall, und möglicherweise müssen auch russische Pensionisten dafür zahlen. Die VEB hat viele Kredite für die teure Infrastruktur der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi vergeben, ein Großteil des Geldes ist verloren.

Eigentlich ist die Bank für Wirtschaftsförderung zuständig ähnlich wie in Deutschland die KfW. Doch der Kreml hat ihr über die Jahre viele politisch gewollte, aber unrentable Geschäfte aufgehalst.

Bis zu 150 Mrd. Rubel (2 Mrd. Euro) will Finanzminister Anton Siluanow aus der Staatskasse zuschießen. Der Geldbedarf wird aber eher auf 11 Mrd. Euro geschätzt. Deshalb will der neue VEB-Chef Sergej Gorkow nach Medienberichten auch auf 100 Mrd. Rubel aus dem russischen Pensionsfonds zugreifen, der in seinem Haus verwaltet wird.

Genehmigt ist dies allerdings noch nicht. Außerdem will die VEB einen Anteil am Gasförderer Gazprom im Wert von gut einer Milliarde Euro verkaufen.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor