Rund 750 österreichische Firmen nutzen Malta zur Steuervermeidung

Brüssel (APA) - Wie aus Dokumenten des "Panama Papers"-Untersuchungsausschusses des Europaparlaments hervorgeht, nutzen österreichische Firmen Malta zur Steuervermeidung. Der Ausschuss habe rund 750 Firmen im maltesischen Handelsregister entdeckt, die zu Begünstigten oder Eigentümern in Österreich oder mit österreichischer Staatsbürgerschaft geführt hätten, heißt es in einem aktuellen Papier der EU-Abgeordneten.

Auch andere Handelsregister seien wichtig, wenn es um bestimmte Fälle gehe, die in Österreich für Aufregung sorgten, heißt es in dem Papier. Als Beispiel werden sieben Firmen auf der zu den Niederlanden gehörenden Karibik-Insel Aruba angeführt, die dem BAWAG-Investor Wolfgang Flöttl gehörten. Diesbezüglich würden noch Ermittlungen der österreichischen Behörden laufen. In Summe hätten die Handelsregister von 19 Jurisdiktionen zu mehr Transparenz in puncto Österreich geführt.

Ein weiterer Punkt seien konzerneigene Versicherungen im Besitz österreichischer Unternehmen, die zur Steuervermeidung genutzt würden. Dieses Thema sollte stärker diskutiert werden, vor allem auch, weil in der Öffentlichkeit diese Möglichkeit der Steuervermeidung wenig bekannt sei.

Wien (APA/Reuters) - Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. "Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter", sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger am Dienstag auf der Aktionärsversammlung.
 

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OMV will Iran-Pläne vorerst nicht abblasen

Berlin (APA/Reuters) - Nach der Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit hat EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen die US-Regierung aufgefordert, die Europäische Union (EU) dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. "Wir können nichts anderes akzeptieren als die dauerhafte Ausnahme", sagte Katainen am Dienstag in Berlin.
 

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EU-Kommissionsvize pocht auf dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen

Istanbul (APA/AFP) - Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem die US-Ratingagentur Fitch sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert hat. Die türkische Währung verlor allein am Dienstag 1,3 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar und notierte vorübergehend bei 4,66 Lira zum Dollar.
 

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Türkische Lira setzt Talfahrt ungebremst fort