Rund 750 österreichische Firmen nutzen Malta zur Steuervermeidung

Brüssel (APA) - Wie aus Dokumenten des "Panama Papers"-Untersuchungsausschusses des Europaparlaments hervorgeht, nutzen österreichische Firmen Malta zur Steuervermeidung. Der Ausschuss habe rund 750 Firmen im maltesischen Handelsregister entdeckt, die zu Begünstigten oder Eigentümern in Österreich oder mit österreichischer Staatsbürgerschaft geführt hätten, heißt es in einem aktuellen Papier der EU-Abgeordneten.

Auch andere Handelsregister seien wichtig, wenn es um bestimmte Fälle gehe, die in Österreich für Aufregung sorgten, heißt es in dem Papier. Als Beispiel werden sieben Firmen auf der zu den Niederlanden gehörenden Karibik-Insel Aruba angeführt, die dem BAWAG-Investor Wolfgang Flöttl gehörten. Diesbezüglich würden noch Ermittlungen der österreichischen Behörden laufen. In Summe hätten die Handelsregister von 19 Jurisdiktionen zu mehr Transparenz in puncto Österreich geführt.

Ein weiterer Punkt seien konzerneigene Versicherungen im Besitz österreichischer Unternehmen, die zur Steuervermeidung genutzt würden. Dieses Thema sollte stärker diskutiert werden, vor allem auch, weil in der Öffentlichkeit diese Möglichkeit der Steuervermeidung wenig bekannt sei.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

Newsticker

Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

Newsticker

Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

Newsticker

Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne