Rückschlag für Chinas Neue Seidenstraße: Malaysia sagt Projekte ab

Peking (APA/dpa) - China muss beim Bau seiner Neuen Seidenstraße einen Rückschlag hinnehmen: Wie malaysische Medien am Dienstag berichteten, habe das Land einer milliardenschweren Bahnstrecke und anderer von China finanzierter Projekte einen Riegel vorgeschoben.

Für Peking ist die Vernetzung mit Malaysia ein wichtiger Bestandteil seiner Neuen Seidenstraße. Im Zuge dieses gewaltigen Infrastrukturprojektes sollen neue Wirtschaftskorridore von China nach Europa und Afrika entstehen.

Jetzt unterrichtete Malaysias Premierminister Mahathir Mohamad die chinesische Führung während Gesprächen in Peking vom Ende der Zusammenarbeit. Betroffen sind neben einer etwa 20 Mrd. US-Dollar (17,5 Mrd. Euro) teuren Bahnverbindung, die mit chinesischen Krediten und Staatsfirmen gebaut werden sollte, auch zwei Pipelines im Wert von 2,3 Mrd. US-Dollar. Die Projekte waren schon zuvor ausgesetzt worden.

Der Regierungschef sagte den Berichten zufolge, sein Land könne es sich nicht leisten, so viel Geld zurückzahlen. Auch brauche Malaysia diese Projekte derzeit nicht. Der Bau sei zwar zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich, derzeit konzentriere man sich aber auf die Reduzierung der Staatsschulden.

Kritiker der Neuen Seidenstraße mahnen jedoch, dass die vor allem von China finanzierten Projekte zu einer Schuldenfalle für beteiligte Staaten werden könnte, weil sie so abhängiger werden.

Bereits am Montag hatte der 93-jährige Mahathir sich während seines Besuchs in Peking kritisch geäußert und vor dem wachsenden wirtschaftlichen Einfluss Chinas gewarnt. Man wolle keine Situation, in der es eine neue Version von Kolonialismus gebe.

Wien (APA) - Das Umweltministerium von Elisabeth Köstinger (ÖVP) steht derzeit bei einigen Themen in der Kritik von Oppositionsparteien und von Nichtregierungsorganisationen (NGO). Beispielsweise geht es - neben der Aufregung rund um eine geplante UVP-Änderung - um den Standpunkt des Umweltministeriums zum Standortentwicklungsgesetz, das derzeit überarbeitet wird.
 

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Standortgesetz - NGO üben weiter Kritik an Umweltministerium

Wien (APA) - Vor Beginn der heutigen vierten und vorläufig letzten KV-Verhandlungsrunde für die metalltechnische Industrie um 16:30 Uhr liegen die Positionen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter noch weit auseinander. Es wird allgemein damit gerechnet, dass sich die Verhandlungen tief in die Nacht hineinziehen werden.
 

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Metaller-KV - Vor vierter Verhandlungsrunde keine Annäherung

Wien (APA) - Seit Inkrafttreten der EU-Gesetzgebung zur Abschlussprüfung 2016 müssen die Abschlussprüfungen von Unternehmen von öffentlichem Interesse wie börsenotierte Firmen oder Banken überwacht werden. Damit sie dabei keine bösen Überraschungen erleben und um in Erfahrung zu bringen, wie der Markt die Regeln umsetzt, hat die Abschlussprüferaufsichtsbehörde (APAB) einen Fragebogen an Aufsichtsräte versandt.
 

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Überprüfungsbehörde verschickte Fragebogen zur Abschlussprüfung