RTL steckt 151 Millionen Dollar in YouTube-Channel StyleHaul

(Reuters) - Die RTL-Gruppe baut ihre Beteiligung an dem auf Mode und Lifestyle spezialisierten US-Onlinevideo-Netzwerk StyleHaul zu einer satten Mehrheit aus. "Die Nutzer von StyleHaul sind äußerst aktiv, was für große Werbekunden sehr attraktiv ist", erklärten die RTL-Chefs Anke Schäferkordt und Guillaume de Posch am Montag. Wie vergleichbare Netzwerke bündelt das US-Unternehmen auf Youtube fremde und eigene Videos thematisch, lotst damit die Nutzer durch das unüberschaubare Angebot und hilft so der Wirtschaft, Reklamespots passgenau an ihre Zielgruppe zu richten. StyleHaul wendet sich an Werbetreibende, die 18- bis 34-jährige Frauen als Zielgruppe haben.

Die RTL Group investiert insgesamt rund 105 Millionen Dollar, um ihren Anteil von 22 auf 94 Prozent aufzustocken und den Ausbau des Videoanbieters voranzutreiben. Damit werde StyleHaul mit 151 Millionen Dollar bewertet. Das Unternehmen solle in ein bis zwei Jahren profitabel werden, sagte de Posch der Nachrichtenagentur Reuters. Einer der Verkäufer ist ein Investmentfonds der RTL-Mutter Bertelsmann, der StyleHaul mit dem Geld verschiedener Investoren gepäppelt und reif für die Eingliederung in den Konzern gemacht hat. Im Onlinevideo-Geschäft hatte RTL zuletzt das Youtube-Netzwerk Broadband TV und den Werbevermarkter SpotXchange übernommen.

Der Umsatzanteil von RTL im Digitalgeschäft ist bisher relativ gering - im vergangenen Jahr waren es 236 Millionen Euro oder vier Prozent der Konzernerlöse. "Unser Ziel ist es, diese Umsatzzahlen in drei oder vier Jahren wenigstens zu verdoppeln", sagte de Posch zu Reuters. Der deutsche Rivale ProSiebenSat.1 wies 2013 einen Umsatzanteil im Digitalgeschäft von knapp 19 Prozent aus, definiert dieses Segment allerdings nicht nach denselben Maßstäben wie RTL. "Wir wollen im Durchschnitt jährlich 250 Millionen Euro in Zukäufe investieren", bekräftigte der RTL-Chef. Ein Schwerpunkt sei das Digitalgeschäft, hauptsächlich mit Online-Videos.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die deutsche Commerzbank verfolgt ihre Pläne für eine europäische Onlinebank nicht weiter. "Wir haben inzwischen entschieden, das Projekt Copernicus nicht fortzuführen", sagte Privatkundenchef Michael Mandel in einem im Intranet der Commerzbank veröffentlichten Interview, das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte.
 

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Maas: Europa im Zahlungsverkehr unabhängiger von USA machen

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