Rom setzt auf Privatisierungen und fordert mehr Flexibilität

Rom (APA) - Die italienische Regierung will mit Privatisierungen die Schulden Italiens schneller abbauen. Dies geht aus dem Schreiben des Kabinetts in Rom mit den Antworten auf die Einwände der EU-Kommission auf seinen Budgetplan hervor. Im Dokument fordert die Regierung von Brüssel eine stärkere Flexibilität infolge der jüngsten Umwetterschäden und des Einsturzes der Brücke in Genua im August.

Italien sei von Sonderausgaben belastet, die 0,2 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen würden. Diese zusätzlichen Ausgaben seien auf die schweren Unwetter der letzten Wochen und der Katastrophe in Genua mit 43 Todesopfern zurückzuführen. Daher fordere die Regierung die von Brüssel bei Sonderereignissen vorgesehene Budgetflexibilität. Italien plane unter anderem Maßnahmen zur Bodenstabilisierung angesichts starker Unwetter und zur Instandhaltung von Infrastrukturen wie Straßen und Brücken, heißt es im Schreiben des italienischen Wirtschaftsministers Giovanni Tria, das Brüssel am Dienstag kurz vor Mitternacht übermittelt wurde.

Der Minister versicherte, dass Italien 2019 keineswegs die angepeilte Schwelle von 2,4 Prozent des BIP überschreiten werde. Die Regierung wolle Mechanismen einführen, um das Defizit zu kontrollieren. Die Regierung halte an sozialen Maßnahmen wie der Einführung einer Mindestsicherung und der Pensionsreform fest.

Tria zeigte sich über die Wirtschaftsaussichten Italiens zuversichtlich. Das von der Regierung angegebene Ziel eines Wachstums der Wirtschaftsleistung von 1,5 Prozent im Jahr 2019, von 1,6 Prozent im Jahr 2020 und von 1,4 Prozent 2021 sei realistisch.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte