Rom drückt mit Privatisierungen auf Gaspedal

Rom drückt mit Privatisierungen aufs Gaspedal. Um die hohe Staatsschuld einzudämmen, will das Kabinett von Premier Matteo Renzi bis 2018 Veräußerungen staatseigener Unternehmen im Wert von 0,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) vorantreiben, kündigte Italiens Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan am Dienstag in Rom an.


Prioritär sei für die Regierung in diesem Jahr die Privatisierung der Staatsbahnen (FS). Die Börsennotierung könnte in mehr Tranchen erfolgen, nichts konkretes sei bisher jedoch beschlossen worden, berichtete Padoan in einer Ansprache vor der Abgeordnetenkammer in Rom. Mit der Privatisierung soll nicht nur die Staatsschuld reduziert werden. Die Regierung will Ressourcen für die Entwicklung des Bahnunternehmens eintreiben.

Bis zu 40 Prozent der FS sollen Indiskretionen zufolge an die Börse gebracht werden, was Italiens Staatskassa bis zu vier Milliarden Euro bringen soll. Dabei handelt es sich um die größte Operation, die die Regierung Renzi zum Abbau der Verschuldung plant. Der Staat will nach der Veräußerung eines 40-Prozent-Anteils an der Post im Herbst auch 49 Prozent an der Flugsicherungsgesellschaft Enav veräußern.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne