Rom drückt mit Privatisierungen auf Gaspedal

Rom drückt mit Privatisierungen aufs Gaspedal. Um die hohe Staatsschuld einzudämmen, will das Kabinett von Premier Matteo Renzi bis 2018 Veräußerungen staatseigener Unternehmen im Wert von 0,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) vorantreiben, kündigte Italiens Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan am Dienstag in Rom an.


Prioritär sei für die Regierung in diesem Jahr die Privatisierung der Staatsbahnen (FS). Die Börsennotierung könnte in mehr Tranchen erfolgen, nichts konkretes sei bisher jedoch beschlossen worden, berichtete Padoan in einer Ansprache vor der Abgeordnetenkammer in Rom. Mit der Privatisierung soll nicht nur die Staatsschuld reduziert werden. Die Regierung will Ressourcen für die Entwicklung des Bahnunternehmens eintreiben.

Bis zu 40 Prozent der FS sollen Indiskretionen zufolge an die Börse gebracht werden, was Italiens Staatskassa bis zu vier Milliarden Euro bringen soll. Dabei handelt es sich um die größte Operation, die die Regierung Renzi zum Abbau der Verschuldung plant. Der Staat will nach der Veräußerung eines 40-Prozent-Anteils an der Post im Herbst auch 49 Prozent an der Flugsicherungsgesellschaft Enav veräußern.

Wien (APA) - Der Frequentis-Konzern hat im Jahr 2017 seinen Gewinn (nach Steuern) von 9,2 Mio. auf 10,7 Mio. Euro gesteigert. Das auf sicherheitskritische Kommunikations- und Informationssysteme spezialisierte Wiener IT-Unternehmen erzielte 266,9 Mio. Euro Umsatz, nach 241,2 Mio. Euro im Jahr 2016. Dies geht aus der heute Dienstag veröffentlichten Konzern-Bilanz im Amtsblatt der Wiener Zeitung hervor.
 

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Frequentis steigerte 2017 Gewinn und Umsatz

Linz (APA) - In der Affäre um liegen gebliebene Akten im Linzer Magistrat hat das Kontrollamt nun seinen Bericht vorgelegt, wie die Stadt am Dienstag berichtete. Es macht u.a. "Defizite in der organisatorischen, personellen und strategischen Führungsarbeit" für die Misere verantwortlich. Die entstandene Schieflage sei lange Zeit "von allen Beteiligten des Geschäftsbereiches völlig falsch eingeschätzt" worden.
 

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Linzer Aktenaffäre: Kontrollamt sieht Defizite in Führungsarbeit

Paris (APA/dpa) - Ein neuer Streik im öffentlichen Dienst Frankreichs hat auch für Ausfälle und Verspätungen im Flugverkehr gesorgt. Wegen eines Streikaufrufs für Fluglotsen waren die Airlines am Dienstag dazu aufgerufen, an drei großen Flughäfen jeweils jeden fünften Flug zu streichen, wie Frankreichs zivile Luftfahrtbehörde bestätigte.
 

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Streik im öffentlichen Dienst Frankreichs bringt Flugausfälle