Rom drängt auf Erhöhung des Lufthansa-Angebot für Alitalia

Rom/Frankfurt (APA) - Die italienische Regierung ist der Ansicht, dass das Angebot der deutschen Lufthansa, Konzernmutter der AUA, für den Kauf der Fluglinie Alitalia erhöht werden soll. "Das Angebot muss verbessert werden", sagte der italienische Industrieminister Carlo Calenda im Interview mit dem TV-Sender Radio Capital am Mittwoch.

"Wichtig ist, dass die Italiener effiziente Flugverbindungen haben und die öffentliche Hand so wenig Geld wie möglich in die Alitalia stecken muss. Die Alitalia-Rettung darf nicht die Italiener finanziell belasten", sagte Calenda.

Der italienische Verkehrsminister Graziano Delrio hatte am Montag betont, dass der erste Vorschlag, den Lufthansa für Alitalia unterbreitet habe, nicht auf dem Niveau eines großen Landes wie Italien und eines Unternehmens wie Alitalia mit tausenden Arbeitnehmern sei. "Wir warten, bis uns ein industrieller Entwicklungsplan auf einem Niveau unterbreitet wird, der nicht nur Opfer von den Arbeitnehmern verlangt. Wir arbeiten für bessere Bedingungen. Die Alitalia-Krise ist auf Managerfehler und nicht auf den Markt zurückzuführen, der eine große Expansion erlebt", so der Verkehrsminister.

Sieben verbindliche Angebote sind für die Übernahme der Alitalia eingetroffen. Diese werden jetzt von drei Sonderverwaltern geprüft, die die italienische Regierung bei der Krisen-Airline eingesetzt hat. Auch der US-Fonds und BAWAG-Großaktionär Cerberus arbeitet an einem Plan zur kompletten Übernahme der Alitalia. Das Offert des US-Investors wurde allerdings nicht im Rahmen des Wettbewerbs vorgestellt, den die Sonderverwalter der italienischen Airline ausgeschrieben haben. Laut Medienberichten ist Cerberus bereit, zwischen 100 und 400 Mio. Euro für Alitalia auszugeben.

Die italienische Regierung bemüht sich, Alitalia als Ganzes zu verkaufen und nicht den Flugbetrieb von den Bodendiensten zu trennen. Allerdings scheint fraglich, ob es überhaupt jemanden gibt, der Alitalia als Ganzes übernehmen würde - die Fluggesellschaft gilt als nicht sanierbar. Die Billigfluglinie Ryanair hatte Ende September ihr Interesse zurückgezogen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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