Roiss: Chance für Borealis-Börsengang nach Führungswechsel bei IPIC

Ein Börsengang der OMV-Beteiligung Borealis könnte unter dem neuen Management beim Miteigentümer IPIC nun Chancen auf Verwirklichung haben. "Der, der das nie zugelassen hat, den gibt es nicht mehr", sagte der scheidende OMV-Chef Gerhard Roiss. Der bisherige Chef des Abu-Dhabi-Staatsfonds IPIC, Khadem Abdullah Al Quabaisi, war im April nach Korruptionsvorwürfen zurückgetreten.

Der neue IPIC-Chef Suhail Al Mazrouei hat auch den Vorsitz im Borealis-Aufsichtsrat übernommen, wie das Unternehmen heute bekannt gab. An dem Kunststoff-, Chemie- und Düngemittelkonzern hält der OMV-Kernaktionär IPIC 64 Prozent, der OMV gehören 36 Prozent.

"Sie wissen, ich habe ein Herz für Borealis, das ist mein Baby, das ist der Großteil meines Lebens", sagte Roiss am Dienstag im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien. Er sei "nie ein glücklicher Verkäufer der Borealis" gewesen, sagte Roiss zu Medienberichten, wonach IPIC die Borealis gerne zur Gänze übernehmen würde. Er sei aber für einen Börsengang der Borealis immer offen gewesen und sei es auch heute noch - das Verkaufsthema könnte durch einen Börsengang gelöst werden. "Das wurde immer abgelehnt. Denken Sie sich, wie schwierig es ist für einen Manager, wenn er einen Kaufpreis verhandeln soll, wo der Eigentümer dann noch einmal über ihm sitzt im Aufsichtsrat und das geht sich nicht gut aus."

Ein Listing der Borealis in Wien oder ein Double Listing wäre schön, meinte Roiss. "Ich glaube, dass das nach wie vor eine Lösung sein könnte für die Borealis." Das neue IPIC-Management denke darüber vielleicht anders als es bisher war. Das Unternehmen sei börsefähig und habe die nötige Größe. Er selbst habe seinerzeit die Verlegung des Borealis-Headquarters von Kopenhagen nach Wien durchgesetzt, und hier sollte es auch bleiben, sagte Roiss. Es sei heute eines der großen Unternehmen Österreichs mit 8 Mrd. Euro Umsatz und mit 146 Patentanmeldungen im Vorjahr sei es heute auch das innovativste Unternehmen Österreichs.

Kopenhagen (APA/dpa) - Die dänische Regierung prüft die Einführung einer Pkw-Maut für Ausländer. Die Regelung könnte ab 2020 gelten und jährlich 300 Mio. Kronen (rund 40 Mio. Euro) in die Staatskassa spülen, wie die Nachrichtenagentur Ritzau am Freitag berichtete. Demnach sollen ausländische Autofahrer bis zu 130 Euro im Jahr zahlen, um auf dänischen Straßen fahren zu dürfen.
 

Newsticker

Dänemark prüft Maut auch für ausländische Autofahrer

New York/Bonn (APA/Reuters) - Die Deutsche Telekom steuert mit ihrer Erfolgstochter T-Mobile US Insidern zufolge auf eine milliardenschwere Mobilfunkhochzeit am umkämpften amerikanischen Markt zu. T-Mobile US und der Rivale Sprint stünden in ihren Fusionsgesprächen vor einem Durchbruch, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen.
 

Newsticker

T-Mobile US und Sprint vor Einigung zur Mega-Fusion

München/Paris (APA/Reuters) - Der deutsche Industriekonzern Siemens und der französische Zughersteller Alstom stehen vor einer möglichen Vereinigung ihrer Bahntechnik-Geschäfte. Ein Zusammenschluss unter der Führung von Siemens könnte am 26. September bekanntgegeben werden, berichtete die in Paris erscheinende Zeitung "Le Monde" am Freitag unter Berufung auf Eingeweihte. Beide Konzerne lehnten Stellungnahmen ab.
 

Newsticker

Siemens und Alstom stehen vor Bahntechnik-Bündnis